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Netcologne: 100 Millionen Euro für Glasfasernetz

(Bild: pixabay.com)

Netcologne pumpt Millionen in Digitalisierung und will Köln Schulen, Unternehmen und Haushalte ans Gigabitnetz anschließen. Dabei soll kein Monopol entstehen, andere Provider sollen die Netze auch nutzen dürfen.

Mit dem Ausbau von Glasfasernetzen will der Telekom-Anbieter Netcologne die Domstadt zu einer digitalen Hochburg in Deutschland machen. Dazu wolle das Unternehmen 100 Millionen Euro in den kommenden Jahren in diesen Bereich investieren, kündigte Netcologne-Chef Timo von Lepel am Donnerstag in Köln an. So sollen unter anderem alle Schulen an die Turbonetze angeschlossen sein und 70 Prozent aller Haushalte mit Geschwindigkeiten von über einem Gigabit pro Sekunde im Internet surfen können.

Bundesweit sind es derzeit weniger als 10 Prozent, die mit solchen Geschwindigkeiten angeschlossen werden. In München treibt der Anbieter M-Net und die Oldenburg EWE mit ähnlichem Tempo den Glasfaserausbau voran. Dabei werden die Glasfasernetze bis in die Gebäude der Privat- und Geschäftskunden verlegt.

Bei den WLAN-Hotspots peilt Netcologne einen Ausbau von derzeit 850 auf 1200 Punkte an. Auch Unternehmen sollen in den Genuss von superschnellen Netzen kommen. Schon Ende 2018 werde Netcologne in 10 Gewerbegebieten der Stadt Firmen Bandbreiten von bis zu 10 Gigabit zur Verfügung stellen. Dabei erfolge der Ausbau ohne Quote und Kosten für Unternehmen. Netcologne wolle zudem kein Monopol aufbauen, die Netze seien offen für andere Anbieter wie Deutsche Telekom oder United Internet.
(dpa) /


(mho)