/Mutter entführt eigene Kinder zum IS nach Syrien – Haftstrafe!

Mutter entführt eigene Kinder zum IS nach Syrien – Haftstrafe!

Eine Mutter aus Dresden wurde zu einer Haftstrafe verurteilt, nachdem sie ihre eigenen Kinder nach Syrien verschleppte (Symbolfoto).
Bild: David-Wolfgang Ebener / picture alliance / dpa

Wegen der Entführung ihrer kleinen Kinder ins Bürgerkriegsland Syrien ist eine gebürtige Dresdnerin in Nürnberg zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Die Richterin am Amtsgericht ging in ihrer Urteilsbegründung am Donnerstag davon aus, dass für die vier Kinder in dem Land konkrete Gefahr bestand. Dies habe unter anderem ein Raketenbeschuss gezeigt, der nur etwa 15 Minuten von der Frau und ihren Kindern entfernt stattgefunden habe, sagte die Richterin.

3 Jahre Haft für deutsche Mutter, die ihre Kinder nach Syrien verschleppte

Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor drei Jahre und sechs Monate Haft für die 40-Jährige, die die meisten Vorwürfe vor Gericht bestritt, gefordert. Der Verteidiger plädierte in seinem Schlussvortrag auf drei Jahre Haft.

Wollte sich die Angeklagte einer IS-Terrormiliz anschließen?

Die Frau musste sich in dem Prozess wegen der Entziehung Minderjähriger verantworten. Für die drei ältesten ihrer vier Kinder hatte sie das gemeinsame Sorgerecht mit dem Vater. Und dieser wusste nichts von den Plänen der 40-Jährigen. Laut Anklage war die Frau im September 2014 mit ihren Kindern aus Nürnberg über die Türkei nach Syrien gereist, um sich dort den radikalen Islamisten der Al-Nusra-Front, einem Al-Kaida-Ableger,anzuschließen. Dort hätten Mutter und Kinder der Anklageschrift zufolge einen Raketenangriff auf ihre Unterkunft nur knapp überlebt. Das älteste Kind – ein Mädchen – wurde laut Anklage von Gewehrkugeln getroffen. Beides bestritt die Frau am Donnerstag vor Gericht.

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Frau aus Dresden bestreitet Vorwürfe vor Gericht

Beim Prozessbeginn am Donnerstag vor dem Amtsgericht in Nürnberg sagte die 40-Jährige, sie habe sich in Syrien nur im Grenzgebiet zur Türkei aufgehalten, weil es dort als relativ sicher galt. “Wir waren keinen Kampfhandlungen ausgesetzt.” Sie habe sich auch nicht der Terrormiliz Islamischer Staat angeschlossen. Diese Behauptung habe ihr Mann in die Welt gesetzt. Die Generalstaatsanwaltschaft München ermittelt zudem in einem anderen Verfahren gegen die 40-Jährige wegen des Verdachts der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung.

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loc/news.de/dpa