/Mit DIESER bösen Pleite hatte er nicht gerechnet

Mit DIESER bösen Pleite hatte er nicht gerechnet

George W. Bush war lange still, mit öffentlichen Äußerungen hat er sich sehr zurückgehalten. Das hat sich mit einem Schlag geändert. Ungewöhnlich scharf kritisierte Bush gegenwärtige Missstände in den USA. Er wandte sich gegen Isolationismus, Nationalismus und Lügen. Präsident Donald Trump nannte er nicht ein einziges Mal beim Namen, dennoch war der Amtsinhaber klarer Adressat seiner eindringlichen Rede – und mit ihm seine Ideen, seine Weltsicht, seine Äußerungen und seine Politik.

Bush attackiert Donald Trump mit Rums-Rede

Vater und Sohn Bush standen dem Kandidaten Trump zwar ebenso reserviert gegenüber wie dem heutigen Präsidenten. Dass sich ehemalige US-Präsidenten aber überhaupt zur Tagespolitik ihres Landes äußern, ist selten. Umso bemerkenswerter ist Bushs Rede, die er in seinem Institut hielt. “Blinder Eifer scheint auf dem Vormarsch. Unsere Politik ist anfälliger denn je für Verschwörungstheorien und regelrechte Lügenmärchen”, sagte Bush.

“Anders als für andere Nationen wird unsere Identität nicht von Geografie, ethnischer Zugehörigkeit, Blut oder Boden determiniert”, sagte Bush mit Blick auf den amtierenden Präsidenten, der eine Abschottung der USAvorantreibt. “Das bedeutet, dass Menschen jeder Ethnie, Religion oder Zugehörigkeit gleichberechtigte Amerikaner werden können.” Bush fügte hinzu:”Das bedeutet, dass blinder Eifer und weißer Nationalismus in jeder Form eine Schmähung für das Credo Amerikas sind.”

Mit Bushs Abrechnung konnte Trump nicht rechnen

Bush mahnte einen größeren Zusammenhalt der zunehmend fragmentierten Gesellschaft in den USA an. Eindringlich sprach er sich dafür aus, für Bürgerrechte einzustehen. Der öffentliche Diskurs sei von “zwangloser Grausamkeit”, meinte Bush.

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Die “New York Times” zitierte einen Reporter, der Bush nach seiner Rede fragte, ob seine Rede wohl im Weißen Haus gehört werde – darauf habe Bush leise genickt und gesagt: “Ich denke, das wird sie.” Als Trump kurz danach im Weißen Haus gefragt wurde, ob er die Rede schon gehört habe, sagte er Nein.

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rut/news.de/dpa