/Microsoft: IoT Central soll Einstieg ins Internet der Dinge erleichtern

Microsoft: IoT Central soll Einstieg ins Internet der Dinge erleichtern

Microsoft: IoT Central soll Einstieg ins Internet der Dinge erleichtern


Jan Bundesmann

(Bild: Microsoft)

Um Unternehmen schneller an das Thema IoT heranzuführen, bietet Microsoft mit IoT Central eine Software aus der Cloud, die unkompliziert Geräte vernetzen, überwachen und steuern können soll. Die verwendeten Azure-Dienste bleiben im Hintergrund.

Mit IoT Central ergänzt Microsoft seine IoT-Dienste um eine Ebene, die in erster Linie einfacher sein soll als die vorhandenen Services. Das Unternehmen bezeichnet IoT Central als Software as a Service (SaaS). Das führt unter anderem mit sich, dass der Umgang mit IoT-Geräten in einem starreren Rahmen verläuft, als wenn man die Azure IoT Suite oder direkt die Azure-IoT-Infrastrukturdienste verwendet. Dafür soll IoT Central einen einfacheren Einstieg bieten.

Die Software verbindet sich mit vernetzten Geräten, bietet Masken für zeitabhängige Analysen und kann die Steuerung der Komponenten übernehmen. Mit Metriken lassen sich Regeln erstellen, die zum Beispiel eine Mail versenden, einen Webhook ansprechen, eine Azure Function ansprechen oder direkt an Salesforce/SAP melden, wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt.

Geräte verwalten

Eigenschaften der Geräte (Model, Seriennummer, zuständiger Techniker, Standort, …) müssen Anwender von Hand eingeben. Microsoft bietet dafür einige Templates an. Automatisches Provisionieren über Excel-Tabellen oder Komma-separierte Listen ist angedacht, derzeit allerdings noch nicht möglich.

Jedes Device sendet zudem Metriken, die sich für Analysen und Regeln verwenden lassen. Über Settings lassen sich Eigenschaften steuern, etwa Lüftergeschwindigkeiten. Zu Beginn sind neue Geräte auf Simulationsmodus gestellt, sie müssen sich erst an IoT Central anmelden – die Methoden dafür stellen die Azure IoT SDKs bereit.

IoT Central ist ab sofort weltweit in einer Public Preview verfügbar. In einer kostenlosen Testphase können Kunden 30 Tage lang 10 Geräte über das Angebot verwalten. Das Probeangebot umfasst 100 MByte Datenverkehr. Später gibt es einen Sockelbetrag von 500 US-Dollar pro Monat. Dieser erlaubt bis zu 100 Geräte und 1000 MByte Traffic. Möchte man mehr Devices anbinden, kostet das jeweils 50 Cent monatlich und erhöht das verfügbare Datenvolumen um 10 MByte. Möchte man lediglich letzteres erhöhen, gibt es 1 GByte für 30 US-Dollar. Kunden, die später zu den tieferliegenden Diensten wie der IoT-Suite wechseln wollen, müssen sich noch etwas gedulden, bis der Prozess automatisiert zur Verfügung steht.


(jab)