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Messenger Wire: Nutzer können bald eigene Server betreiben

Messenger Wire: Nutzer können bald eigene Server betreiben


Daniel Berger

(Bild: Wire)

Der Messenger Wire verspricht “absolute Privatsphäre” und eine sichere Kommunikation. Bald können die Nutzer sogar eigene Wire-Server betreiben: Die Entwickler haben ihren Code unter Open-Source-Lizenz veröffentlicht.

Bereits vor einer Weile veröffentlichte der Messenger-Dienst Wire seinen Quellcode unter Open-Source-Lizenz auf GitHub. Jetzt haben die Entwickler auch den Code für den Wire-Server komplett veröffentlicht.

Doch bevor die Nutzer damit ihren eigenen Wire-Server betreiben können, müssen die Entwickler noch einige Abhängigkeiten entfernen. Das soll mit nachfolgenden Updates geschehen, die den Weg zu einem einfachen “self-hostable” Server ebnen. Alle Komponenten, die zum Betrieb eines Wire-Servers nötig sind, stehen unter der GNU Affero General Public License (APGL) zur Inspektion bereit.

Hohe Nachfrage nach eignen Wire-Servern

Das Interesse am Betrieb von eigenen Wire-Servern sei “extrem hoch”, sagen die Macher. Man erhalte Anfragen aus Sicherheitskreisen, von Bildungseinrichtungen und Non-Profit-Organisationen. Auch Unternehmen aus dem Finanzbereich hätten Interesse an dem Messenger bekundet. Später sollen die selbst betriebenen Server mit allen anderen Wire-Nutzern kommunizieren können.

Der Wire-Mitgründer und CTO Alan Duric hatte bereits im Juli 2016 verkündet, den Quellcode als Open Source zu veröffentlichen, um mehr Transparenz zu schaffen. Daraufhin veröffentlichte das Unternehmen zunächst den Code zur Wire-App, das Verschlüsselungsprotokoll sowie das API zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf GitHub. Den Server-Code unter Open-Source-Lizenz zu stellen, war dann allerdings eine “großartige Übung” und eine Herausforderung: Die Entwickler mussten ihren Code aufräumen und einige Legacy-Komponenten entfernen, was etwas mehr Zeit in Anspruch nahm.

Wire ist vor für Kurznachrichten, Sprachtelefonate sowie das Teilen von Bildern, Musik und Videos gedacht. Die Macher versprechen eine “sichere Kommunikation” und “absolute Privatsphäre”. Die Betreiberin des Dienstes ist die Wire Swiss GmbH mit Sitz in Zug (Schweiz); entwickelt wird aber in Berlin. Den Messenger gibt es für Android, iOS, Windows, macOS und Linux.


(dbe)