/Merkwürdige Signale von Ross 128 stammen wohl von Satelliten

Merkwürdige Signale von Ross 128 stammen wohl von Satelliten

Merkwürdige Signale von Ross 128 stammen wohl von Satelliten


Martin Holland


Das Weirtd! Signal

(Bild: PHL @ UPR Arecibo)

Eine eingehendere Untersuchung ungewöhnlicher Signale aus Richtung eines vergleichsweise nahen Sterns, stammen nicht von Aliens. Forscher vermuten nun Satelliten der Erde als Quelle. Die Aufregung um die Beobachtung sehen sie positiv.

Die merkwürdigen Signale aus der Richtung des Zwergsterns Ross 128 stammen wohl von geostationären Satelliten. Das erklärten die Wissenschaftler nach einer eingehenden Untersuchung der nun nach einem bekannten Vorbild auf Weird! Signal getauften Beobachtung, die vor einigen Tagen weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Zwar hatten die Forscher vorher schon mehrere mögliche natürliche Erklärungen zusammengetragen, viele hatten aber wohl an Außerirdische als vorstellbare Quelle gedacht. Sicher nicht zuletzt weil das Radioteleskop von Arecibo, an dem das Signal beobachtet wurde, einer der Handlungsorte des Spielfilms Contact ist.

Wie das Team um Abel Méndez erklärte, habe eine Untersuchung der Beobachtungen des Arecibo-Teleskops und das Green-Bank-Teleskops ergeben, dass wohl einer oder mehrere geostationäre Satelliten der Ursprung sind. Das sei auch die beste Erklärung dafür, dass das Signal innerhalb der Frequenzen der Satelliten gelegen hätten und nur bei der Ausrichtung auf Ross 128 gefunden wurden. Der Stern liege nahe des Himmelsäquators, vor dem auch viele geostationäre Satelliten platziert sind. All das würde noch nicht die streuungsartige Merkmale erklären, dafür könnten aber mehrere Reflexionen verantwortlich sein. Das werde jetzt noch geprüft.

Ein Beispiel offener Wissenschaft

Insgesamt bezeichnen die Forscher die Untersuchung als großartige Erfahrung in Sachen offener Forschung. Manchmal würden Analysen nicht zu den erhofften Ergebnissen führen. Aber das heiße nur, dass man weiter forschen und die Ergebnisse währenddessen teilen müsse. Manche würden gerne nur von Ergebnissen erfahren, andere hätten aber auch Freude am wissenschaftlichen Prozess in Echtzeit, ganz unabhängig vom Ergebnis..


(mho)