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Mercedes X-Klasse (2017): Vorstellung Alle Infos zur X-Klasse

— 18.07.2017

Alle Infos zur X-Klasse

Die Mercedes X-Klasse kommt im November 2017 auf den Markt. AUTO BILD hat alle Infos zum ersten Mercedes Pick-up, inklusive Einstiegspreis!

Vorstellung: Die X-Klasse kommt im November
Interieur: AUTO BILD saß schon drin in der X-Klasse
Ausstattung: Drei Ausstattungsvarianten für den Pick-up
Connectivity: X-Klasse mit Assistenzsystemen
Motoren: Sechszylinder-Diesel kommt Mitte 2018

Vorstellung: Die X-Klasse kommt im November

Die brandneue X-Klasse soll der Mercedes unter den Pick-ups sein! Dazu bekommt der erste Pick-up mit Stern natürlich die typische Mercedes-Optik mit Doppel-Lamellen und großem Stern im Kühlergrill. Daimler spricht bei der Serienversion der Mercedes X-Klasse von einem kaum veränderten Design – im Vergleich mit der Studie Concept X-Class. Eine mutige Ansage. Vergleichen wir das Concept nämlich mit der finalen Version, dann sind die Unterschiede deutlich erkennbar.

Die Studie Concept X-Class sah speziell am Heck deutlich anders aus. Das rechteckige Leuchtband hat es nicht in die Serie geschafft.

Die Front der Studie ist aggressiv gestaltet, hat eine Lamelle im Kühlergrill, schmale Scheinwerferschlitze und breit ausgestellte Radhäuser. Die Serienversion der X-Klasse hat einen Kühlergrill mit Doppel-Lamelle, größere Scheinwerfer und wirkt insgesamt deutlich entschärft. Dass es die Außenspiegel und Felgen des X-Class Concept nicht in die Serie schaffen, war abzusehen. Dafür sind die Veränderungen am Heck noch markanter als an der Front. Statt eines rundum laufenden Leuchtbands und in die Heckschürze eingelassenen Auspuff-Endrohren kommt die X-Klasse mit vertikalen Rückleuchten, einem massiven Stoßfänger, versteckten Auspuffrohren – und erinnert damit optisch stark an den Nissan Navara.

Gemeinsame Sache mit Renault-Nissan

Diese Ähnlichkeit ist natürlich kein Zufall. Das Fahrgestell der X-Klasse mit robustem Stahlprofil-Leiterrahmen stimmt grundsätzlich mit dem des Nissan Navara überein: Vorn gibt’s eine robuste Doppelquerlenker-Einzelradaufhängung, hinten eine belastbare Fünflenker-Starrachse. Allerdings hat Daimler an der Spur gechraubt – nicht nur durch breitere Räder. Mercedes verspricht eine komfortablere Abstimmung als beim Nissan. Bei diesem Projekt arbeitet Mercedes mit Renault-Nissan zusammen – die europäische Version der X-Klasse wird sogar im Nissan-Werk Barcelona gebaut. Zum Marktstart im November 2017 bietet Mercedes den Pick-up in drei Ausstattungsvarianten an. Die Basisversion “Pure” ist an einer teilweise unlackierten Frontschürze erkennbar, während die Frontschürze des Topmodells “Power” in Wagenfarbe lackiert ist und um einen verchromten Unterfahrschutz ergänzt wurde. Dazwischen ordnet sich die X-Klasse “Progressive” ein. Alle Varianten sollen eine Nutzlast von 1,1 Tonnen und eine Zugkraft von 3,5 Tonnen bieten, der Radstand misst immer 3,15 Meter. Vorerst gibt es die X-Klasse auf Wunsch mit zwei Dieseln und zuschaltbarem Allradantrieb. Permanenter Allradantrieb folgt erst Mitte 2018 mit der Einführung des Sechszylinder-Diesels. Die X-Klasse soll verschiedene Kundengruppen ansprechen und steht ab November 2017 zum Basispreis von 37.294 Euro beim Händler. Die Hauptkonkurrenten des ersten Mercedes Pick-ups heißen VW Amarok (ab 40.995 Euro) und Nissan Navara (ab 26.910 Euro). Genau genommen ist die X-Klasse allerdings gar nicht der erste Mercedes Pick-up, das war nämlich der in Kleinserie gebaute G63 6×6.

Interieur: AUTO BILD saß schon drin in der X-Klasse

Die Lüftungsdüsen und der freistehende Bildschirm im Cockpit der X-Klasse sind typisch Mercedes.

AUTO BILD machte die erste Sitzprobe in der Mercedes X-Klasse. Platz ist ja so eine Sache bei Pick-ups. Mercedes hat den klassischen Kompromiss zwischen möglichst großer Ladefläche – eine Euro-Palette muss draufpassen – und ausreichend Platz für fünf Personen ganz gut gelöst. Die Euro-Palette passt, und im Fond sitzt es sich immer noch ganz angenehm, selbst auf längeren Strecken. Vorne gibt es ohnehin nichts zu meckern. Den Armaturenträger kennt man, typisch Mercedes. Ganz schön edel für einen Pick-up! Aber was ist das? Im Mitteltunnel findet sich eine manuelle Handbremse und ein Wählhebel für die Automatik. Die Pick-up-Kundschaft wünsche sich die, heißt es. Dafür musste das Infotainment-Bedienelement mit dem netten, von Mercedes bekannten Handschmeichler weiter nach hinten rutschen.

Ausstattung: Drei Ausstattungsvarianten für den Pick-up

Die Mercedes X-Klasse kommt in drei Ausstattungsvarianten für unterschiedliche Einsatzgebiete. Die X-Klasse Pure ist die Basisversion und besonders robust designt – eben ein Arbeitstier. Zu erkennen ist die Pure-Version an einer unlackierten Frontschürze. Die mittlere Ausstattungslinie Progressive ist besser ausgestattet, edler designt als die Basisversion und an einer Frontschürze in Wagenfarbe erkennbar. Das Topmodell nennt Mercedes X-Klasse Power. Die beste Ausstattungslinie hat einen verchromten Unterfahrschutz und ist mehr Lifestyle-Fahrzeug als Arbeitstier. Immer mit an Bord ist das Komfortfahrwerk mit über 20 Zentimetern Bodenfreiheit, Mehrlenker-Hinterachse und Einzelradaufhängungen vorne. Auch Schraubenfedern und innenbelüftete Scheibenbremsen spendiert Mercedes allen europäischen X-Klassen. Den zuschaltbaren Allradantrieb 4Matic mit Differenzialsperre gibt es allerdings nur gegen Aufpreis. Serienmäßig bekommt die X-Klasse Hinterradantrieb. Wer nicht auf permanenten Allradantrieb verzichten möchte, der muss bis Mitte 2018 warten: Dann bringt Mercedes den X 350 d mit Sechszylinder-Diesel und dauerhaftem Allrad.

Die X-Klasse soll voll geländetauglich sein. Permanenter Allradantrieb kommt erst Mitte 2018.

Besonders wichtig bei einem Pick-up: die Ladefläche. Eine Europalette passt bei der X-Klasse auch zwischen die Radhäuser, zudem gibt es eine 12-Volt-Steckdose und eine Beleuchtung für die Ladefläche serienmäßig. Zur besseren Beladung lässt sich die Heckklappe gegen Aufpreis um bis zu 180 Grad öffnen, dazu entfällt der Heckstoßfänger. Dass die X-Klasse kein reines Nutzfahrzeug ist, unterstreicht Mercedes mit umfangreichen Möglichkeiten zur Individualisierung. Für die X-Klasse stehen neun Außenfarben, verschiedene Innenraum-Designs und mehrere Felgentypen in 17 bis 19 Zoll zur Wahl. Für die Ausstattungslinien Progressive und Power bietet Mercedes auch noch das Style-Paket an, das Trittbretter und ein elektrisch öffnendes Heckfenster beinhaltet. Wem all das noch nicht reicht, für den hat Mercedes hat ein umfassendes Zubehör-Angebot für den Pick-up am Start. Dazu zählen verschiedene Cover und sogar ein Hardtop für die Ladefläche.

Connectivity: X-Klasse mit Assistenzsystemen

Für einen Pick-up ist die X-Klasse sehr gut vernetzt. Gegen Aufpreis gibt es das “Comand Online”-System inklusive Live-Verkehr, Festplatte und Sprachsteuerung. Das freistehende 8,4-Zoll-Display ist aus anderen Mercedes-Modellen bekannt und lässt sich per Sprachbefehl oder Touchpad bedienen. Auf Wunsch gibt es für die X-Klasse eine 360-Grad-Kamera und eine fest verbaute SIM-Karte. Für die Sicherheit bietet Mercedes einen aktiven Brems-, einen Spurhalte- und einen Verkehrszeichen-Assistenten an.

Motoren: Sechszylinder-Diesel kommt Mitte 2018

Zum Marktstart im November gibt es zwei Vierzylinder-Diesel, ein Sechszylinder-Diesel mit 258 PS kommt Mitte 2018.

Zum Marktstart im November 2017 bietet Mercedes die X-Klasse nur mit vier Zylindern in zwei Motorisierungen an. Die Kunden können zwischen den beiden Dieseln X 220 d mit 163 PS und dem 190 PS starken X 250 d wählen. Serienmäßig kommen alle Varianten mit Hinterradantrieb und manuellem Sechsgang-Getriebe. Den zuschaltbaren Allradantrieb 4Matic gibt es gegen Aufpreis für alle Motorisierungen, die Siebengang-Automatik nur für das vorläufige Topmodell X 250 d. Mitte 2018 schiebt Mercedes den X 350 d mit Sechszylinder-Diesel, 258 PS und 550 Nm maximalem Drehmoment nach. Der große Diesel bekommt permanenten Allradantrieb und die Siebengang-Automatik ab Werk. Zusätzlich an Bord ist das Dynamic Select mit verschiedenen Fahrmodi.

Autoren: Jan Götze, Markus Mechnich