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Mercedes Sprinter (2018): Erste Infos Sprinter wird voll vernetzt

— 05.12.2017

Sprinter wird voll vernetzt

Daimler gibt den ersten Ausblick auf die neue Generation des Mercedes Sprinter. Der Kleintransporter wird nicht mehr zusammen mit dem VW Crafter gebaut. AUTO BILD hat die ersten Infos!

Vorstellung: Ein großer Vito
Interieur: Gezielter Purismus und gehobene Features
Ausstattung: Frontantrieb und Keyless Start
Connectivity: Mercedes Pro fasst digitale Dienstleistungen zusammen
Motoren: E-Sprinter kommt 2019, Verbrenner werden verbessert

Vorstellung: Ein großer Vito

Den neuen Sprinter wird es wieder in verschiedenen Ausführungen geben.

Daimler arbeitet mit Hochdruck an der neuen Generation des Mercedes Sprinter. Der Transporter soll in Zukunft nicht nur Waren und Werkzeug transportieren, sondern auch vollständig vernetzt sein. Die ersten Erlkönigbilder zeigen einen stark getarnten Prtitschenwagen, der erste Rückschlüsse auf die äußere Erscheinung der Front zulässt. So bleibt die Motorhaube weitgehend unangetastet, die Scheinwerfer scheinen dagegen komplett neu entwickelt worden zu sein. Allgemein wird sich der Sprinter etwas mehr an Vito und V-Klasse annähern.

Interieur: Gezielter Purismus und gehobene Features

Neben der Sechsgang-Handschaltung bietet Mercedes auch ein Automatikgetriebe an.

Den ersten Ausblick auf den Innenraum des neuen Transporters gab Mercedes auf dem “Sprinter Innovation Campus” am 4. Dezember 2017 in Stuttgart. Hier zeigten die Schwaben auch die verschiedenen Ausstattungsvarianten für das Fahrerhaus des Sprinter. In der Basis kommt der Lastesel mit einem Armaturenbrett aus grauem Hartplastik mit großer Ablage und nur zwei Lüftungsdüsen. Diese sind in der schon aus dem CLS bekannten, neuen Turbinenoptik ausgeführt. Ein Radio gibt es nicht. Die Ablagen hinter der Windschutzscheibe sind hier offen. Eine Ausstattungsvariante höher erhält der Sprinter ein einfaches Radio, zwei zusätzliche Lüftungsdüsen und ein offenes Handschuhfach unter dem Beifahrerairbag. Hier erhält das Lenkrad die ersten Funktionen, die die Steuerung des Kombiinstruments zwischen den Armaturen zulässt. Ist man bereit, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, steht dem Sprinter ein Infotainmentsystem zur Verfügung. Das auf dem Innovation Campus ausgestellte Cockpit zeigt auch, wie der Sprinter mit Automatikgetriebe aussieht. Hier wandert der Wahlhebel wie beim Pkw hinters Lenkrad. Die oberen Ablagen werden durch Deckel geschützt, die über einen Schnappverschluss geöffnet und geschlossen werden können. Sie enthalten USB-Anschlüsse fürs Smartphone. Da der Sprinter gerne auch als VIP-Shuttle genutzt wird, bietet Mercedes im kommenden Modell auch eine Topausstattung an. Hier lassen sich ein vollwertiges Multifunktionslenkrad und Dekore in Klavierlack-Optik bestellen. Die Lüftungsdüsen erhalten einen Chromrand, der Bildschirm in der Mitte wächst auf 10,25 Zoll. Das Exponat zeigt außerdem den optionalen Spannungswandler fürs Führerhaus. Damit lassen sich die 12 Volt Bordspannung auf 220 Volt transformieren und so Geräte mittels klassischem Schukostecker betreiben. Optional stehen bequemere Sitze für den neuen Sprinter in der Preisliste.

Ausstattung: Frontantrieb und Keyless Start

Das Exponat zeigt, wie ein zukünftiges Kühlsystem im neuen Sprinter aussehen kann.

Der neue Sprinter wird mit Front-, Hinterrad- und Allradantrieb auf den Markt kommen. Außerdem soll der Transporter in mehreren Versionen erhältlich sein. Auch eine 5,5-Tonnen-Version wird es wieder geben. Die neue Generation des Sprinter soll laut Mercedes auch den Versand frischer Lebensmittel erleichtern. Innerhalb des Laderaums können drei Klimazonen eingerichtet werden. Damit wird es möglich, in einem Fahrzeug gekühlte, gefrorene und Lebensmittel mit Umgebungstemperatur zu transportieren. Ist die Lieferung beim Kunden angekommen, zeigt ein Lichtsystem dem Fahrer an, welche Produkte er aus welchem Fach holen muss. Zum Marktstart wird dieses System noch nicht verfügbar sein.

Teilelieferung für Handwerker direkt ins Auto

Durch die Möglichkeit, den Sprinter mit einem generierten Zugangs-“Key” per Smartphone zu öffnen, sollen auch Handwerker und Monteure profitieren. So erhalten Lieferdienste auf Wunsch die Möglichkeit, fehlende Ersatzteile im neuen Sprinter abzuladen und gleichzeitig Altteile mitzunehmen. Dadurch soll dem Handwerker der Weg zum Betrieb gespart werden. Auch hier spielt das Smartphone eine zentrale Rolle. Der Monteur stellt eine Anfrage beim Logistikunternehmen und generiert einen digitalen Schlüssel für den Transporter. Damit ist es dem Lieferdienst möglich, bei der Anlieferung der Teile das Fahrzeug zu öffnen und zu schließen. Danach verfällt der Code.

Connectivity: Mercedes Pro fasst digitale Dienstleistungen zusammen

Alle neuen Sprinter-Modelle werden mit “Keyless Start” ausgestattet sein. Damit möchte Mercedes vor allem den Gewerbekunden den täglichen Umgang mit dem Fahrzeug erleichtern. Dieses Feature passt zur neuen Digitalisierungsstrategie von Mercedes’ Nutzfahrzeugsparte. Mit dem Dienst “Mercedes Pro” bündeln die Schwaben ihre digitalen Dienste für Gewerbekunden in einem cloudbasierten Onlineportal. Fuhrparkmanager haben innerhalb dieses Portals die Möglichkeit, verschiedenen Fahrern Fahrzeuge zuzuteilen und diese freizuschalten. Sie können den Transporter dann direkt auf dem Betriebshof per Smartphone öffnen. Dadurch, dass die Fahrzeuge regelmäßig Telemetriedaten – also Informationen über den Fahrzeugzustand – an die Cloud melden, sollen sich zum Beispiel Serviceaufenthalte einfacher planen lassen.

Motoren: E-Sprinter kommt 2019, Verbrenner werden verbessert

Die E-Komponenten stammen aus dem eVito und dem Pkw-Bereich von Mercedes.

In den kommenden Jahren will Mercedes alle gewerblichen Baureihen elektrifizieren. Neben dem eVito wird es ab 2019 auch einen eSprinter im Portfolio der Nutzfahrzeuge mit Stern geben. Die Komponenten stammen dabei zu großen Teilen aus dem eVito, der Rest aus dem Pkw-Bereich. Je nach Anzahl der Batterieelemente (drei oder vier Stück) soll der große Transporter eine Reichweite von 150 bis 200 Kilometer schaffen. Nachdem die E-Maschine den Verbrennungsmotor unter der Motorhaube ersetzt, ist der eSprinter ein Fahrzeug mit Frontantrieb. Die Diesel- und Benzinmotoren werden überarbeitet – dabei achten die Ingenieure besonders darauf, dass die Aggregate weniger Schadstoffe ausstoßen und der Verbrauch sinkt. Die Premiere des neuen Sprinter ist im Februar 2018.