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Mercedes G-Klasse W464 (2018): Innenraum, Preis, Motor So nobel wird die neue G-Klasse

— 14.12.2017

So nobel wird die neue G-Klasse

Mercedes legt die G-Klasse komplett neu auf – aber im bekannten Design. Der Dino wird digital und luxuriöser. Erste Infos und Innenraumbilder!

Vorstellung: 35 Jahre und vieles bleibt beim Alten
Innenraum:
Die G-Klasse wird digital (UPDATE!)
Ausstattung: Neue Ablagen, bis zu 16-Lautsprecher und AMG-Line
Motoren und Preis:
Starke S-Klasse Motoren und Preis über 90.000 Euro
Gebrauchtwagen:
Mercedes G-Klasse gebraucht kaufen ab 27.000 Euro

Vorstellung: 35 Jahre und vieles bleibt beim Alten

Die G-Klasse wird frischer und breiter. Die typisch, kantige Optik behält sie aber.

Nach 35 Jahren legt Mercedes die G-Klasse neu auf. An der seit 1979 vertrauten Optik will das Team um Gordon Wagener aber nicht zu stark rütteln. Vorgestellt soll die neue G-Klasse 2018 auf der NAIAS in Detroit (20. bis 28. Januar 2018) werden. Die Stoßfänger schmiegen sich etwas eleganter ans Blech, der Drei-Balken-Grill ist ganz leicht nach hinten geneigt, die Trittbretter sind besser integriert. Sonst bleibt vieles beim Alten: Spiegel groß wie Fliegenklatschen, Türblätter wie mit der Blechpresse plattgewalzt und das Reserverad auf der Heckklappe. Für mehr Platz im Cockpit geht der G allerdings in die Breite.

Entwickelt wurde der neue G maßgeblich bei AMG, gebaut wird er wieder bei Magna in Graz (Österreich). Die wichtigste Teststrecke ist der Schöckl. Jede G-Klasse musste sich hier seit Markteinführung beweisen. Bei der Neuauflage könnte Mercedes auf die vordere Starrachse verzichten und stattdessen eine revolutionäre Einzelradaufhängung sowie ein Dämpfersystem mit dreifach verstellbarer Zug- und Druckstufe bekommen. Aber auch auf der Straße soll der Klassiker noch besser werden, in Sachen Assistenzsysteme kommt die neue G-Klasse endlich im Hier und Jetzt an. Connectivity, teilautonomes Fahren – alles drin.

Interieur: Die G-Klasse wird digital (UPDATE!)

Die Schalter für die drei Sperren des G bleiben am gewohnten Platz. G-Fans sollen sich sofort zurecht finden.

Der neue G erhält ein völlig neues Armaturenbrett, das die Front des Geländewagens optisch in den Innenraum überträgt. Die äußeren Lüftungsdüsen stellen dabei die Scheinwerfer da. Sie sind wie beim CLS in der neuen Turbinenoptik ausgeführt. Auf der Cockpitabdeckung thronen zwei der serienmäßig sieben Lautsprecher. Sie sollen die markanten quaderförmigen Blinker symbolisieren. Ein Merkmal, das in keiner G-Klasse fehlen darf: der Haltegriff für den Beifahrer! Neu ist dagegen das Multifuntionslenkrad. Es erhält dieselbe Funktionalität wie die S-Klasse. Auch das optionale “Widescreen-Cockpit” (serienmäßig gibt es analoge Rundinstrumente) ist aus der E- und S-Klasse bekannt. Es beinhaltet zwei 12,3-Zoll-Displays unter einem gemeinsamen Deckglas. Die Benutzeroberfläche lässt sich in drei verschiedenen Stilen anzeigen (Classic, Sport und Progressive). Bereits in der Basis sind die Dekore aus offenporigem Holz. Ansonsten lassen sich auch noch verschiedene Aluminium- und Carbon-Optiken bestellen.

Mercedes bläst den Geländewagen innen etwas auf, was für mehr Komfort sorgen soll. Auf dem Papier stehen 38 Millimeter mehr Schulterraum vorne, 27 Milimeter hinten. Auch der Ellbogenraum ist gewachsen. Vorne haben die Arme ganze 68 Millimeter mehr Platz, hinten sind es 56 Milimeter. Fondpassagiere dürfen sich über 150 Millimeter mehr Beinfreiheit freuen. Vorne wächst der Raum für die Füße um 38 Millimeter. Serie sind die Sitze mit Memoryfunktion, Komfortkopfstützen und Sitzheizung für vorne und hinten. Optional gibt es auch das “Aktiv-Multikontursitz-Paket” mit Massagefunktion, Sitzklimatisierung, einer leistungsstärkeren Sitzheizung sowie Seitenwangen, die per Luftkammern den Passagier im Sitz fixieren.

Ausstattung: Neue Ablagen und bis zu 16-Lautsprecher

Serienmäßig werden die Insassen der neuen G-Klasse über sieben Lautsprecher beschallt. Wer Wert auf eine ausgefeilte Raumakustik legt, ordert das optionale “Burmester-Surround-Soundsystem” mit 16 Boxen und einem 590 Watt-Verstärker. Hier findet sich sogar ein Centre-Lautsprecher oberhalb des Innenspiegels um vollwertigen Sourround-Sound zu ermöglichen. Für die Innenraumgestaltung sind “designo manufaktur”-Elemente schon serienmäßig enthalten. Aufpreispflichtig sind die Ausstattungslinien “Exklusiv-Interieur” und “Exklusiv-Interieur Plus”. Ersteres bietet sieben Farben zur Gestaltung an. Drei davon sind Nappa-Leder-Kombinationen in Schwarz und “Platinweiß”, “Yachtblau” oder “Classicrot”. Der Dachhimmel ist mit schwarzem Dynamica-Mikrofaser-Stoff bezogen. Die Top-Aussattung “Exklusiv-Interieur Plus” bringt noch mehr Leder in den G. Hier lassen sich auch Türverkleidungen, Teile der Mittelkonsole sowie des Armaturenbretts in Nappa bestellen. Neben einer Rautensteppung auf den Sitzen bietet Mercedes noch weitere Farben und einen hellen Dachhimmel an. Alle drei Ausstattungslinien sind mit der sportlichen “AMG-Line” kombinierbar. Hier kommen zu den Features der jeweiligen Ausstattung noch zusätzlich rote Gurte, Ziernähte und ein abgeflachtes Sportlenkrad in den Innenraum.

Motoren und Preis: Starke S-Klasse Motoren im G

AUTO BILD-Erlkönigjäger haben die neue G-Klasse schon erwischt.

Angetrieben wird das Baumuster 464 von jenen Reihensechszylinder- und V8-Aggregaten, die wir aus der modellgepflegten S-Klasse kennen. Mit von der Partie ist ein Plug-in-Hybrid mit einer Systemleistung von rund 450 PS und 750 Nm. Topmodell bleibt zwar der G 65 V12 mit 630 PS, doch die meisten AMG-Kunden dürften sich mit dem 612 PS starken V8 im G 63 begnügen. Den haben AUTO BILD-Erlkönigjäger jüngst bei Testfahrten erwischt! Die Bilder zeigen, dass die AMG-Version mit anderen Front- und Heckschürzen als die zivile G-Klasse kommen wird. Außerdem kriegt der G 63 zusätzliche Lufteinlässe, auffälligere Endrohre, eine noch breitere Spur und größere Radhäuser. Einziges Manko dürften auch zukünftig die Preise sein, unter 90.000 Euro wird es auch die neue G-Klasse nicht geben.

Gebrauchtwagen: Mercedes G-Klasse gebraucht kaufen ab 27.000 Euro

Gute W 463 sind gebraucht ab 25.000 Euro zu haben.

Die neueste Generation der G-Klasse W 463 wird seit 1990 angeboten. Für ein gutes Modell mit weniger als 150.000 Kilometern müssen auch für die älteren G-Klassen noch mindestens 27.000 Euro gezahlt werden. An der Technik hat sich seit damals kaum etwas geändert. Militär-Versionen (Wolf) sind günstiger (ab ca. 10.000 Euro) zu haben, oftmals aber in einem schlechten Zustand. Darauf sollte man achten: Ölverlust am Antriebsstrang ist ein typisches G-Leiden. Rost ist vor allem bei Fahrzeugen der Baureihe 460 (bis Baujahr 90) ein ernstes Problem. Bei hartem Geländeeinsatz leiden die Stoßdämpfer sehr stark.

Autoren:
, Katharina Berndt, Michael Gebhardt, Andreas Huber