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Mercedes-Benz-Bank startet Kfz-Versicherung mit überwachtem Fahrverhalten

Mercedes-Benz-Bank startet Kfz-Versicherung mit überwachtem Fahrverhalten


Stefan Krempl

(Bild: Daimler)

Die Auswahl an “Telematik-Tarifen”, für die der Fahrstil und zurückgelegte Strecken analysiert werden, wächst weiter: die Mercedes-Benz-Bank gesellt sich in diesem Feld zu Anbietern wie Huk-Coburg, Allianz oder den Sparkassen.

Pünktlich zur Autoausstellung IAA in Frankfurt bringt die Mercedes-Benz-Bank zusammen mit der HDI-Versicherung einen Kfz-Versicherungstarif auf den Markt, den der Kunde über sein Fahrverhalten beeinflussen kann. Die Stuttgarter haben das Angebot auf den Namen “InScore” getauft und sprechen von einer “vollintegrierten Telematik-Autoversicherung”. Die Daten, mit denen die individuelle Prämie berechnet wird, sollen dabei über ein spezielles, werkseitig verbautes Rechnersystem in Form der sogenannten Telematic Control Unit (TCU) direkt aus dem Fahrzeug kommen.

Erhobene Werte etwa zum Fahrstil, zur Strecke und dafür benötigten Zeit werden laut der Bank zunächst pseudonymisiert an den Dienstleister Daimler Financial Services geschickt. Dieser berechne einen Score-Wert und ermittle so eine Durchschnittsnote für das Fahrverhalten. Auf dieser Basis lege der Versicherer die Höhe des Tarifs fest. Interessenten will das Finanzhaus mit einem Einsparpotenzial der individualisierten Rate gegenüber der regulären Prämie von “bis zu 20 Prozent” locken. Zudem könnten Kunden über das Portal “Mercedes me” jederzeit ihren “Driver Score” einsehen und gegebenenfalls ihr Fahrverhalten anpassen.

Der Tarif ist zum Start nur für Besitzer einer E-Klasse der aktuellen Baureihe von Mercedes-Benz erhältlich. “Weitere Fahrzeugmodelle werden folgen”, heißt es bei der Bank. Details dazu sind bislang nicht bekannt. Mit ähnlichen Telematik-Tarifen, bei denen das Fahrverhalten überwacht wird, experimentieren hierzulande unter anderem auch schon die Allianz, Huk-Coburg, Signal Iduna oder die Sparkassen-Versicherung. Datenschützer warnen, dass bei solchen Offerten in der Regel sehr detaillierte, sensible Informationen erhoben und umfangreiche Bewegungsprofile erstellt werden können. Damit sei eine “freiwillige” Vorratsdatenspeicherung des Kfz-Halters verknüpft. Prinzipiell finden viele Bundesbürger verhaltensabhängige Versicherungstarife aber gut.


(axk)