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Mercedes-AMG Poject One X1: Preis, PS & mehr Infos zum Hypercar Alle Infos zum AMG Project One X1

— 09.09.2017

Alle Infos zum AMG Project One X1

Der Mercedes-AMG Project One kommt 2019 auf den Markt, hat 1035 PS, schafft 350 km/h und kostet über zwei Millionen Euro. AUTO BILD hat neue Infos zum Hypercar!

➤ Preis: Ab 2019 für rund 2,7 Millionen Euro
➤ Motor: Allradantrieb und über 1000 PS Leistung
Cockpit: Erstes Bild vom Innenraum veröffentlicht

Fast kann man das Hypercar von Mercedes-AMG schon hören! Kurz vor der Premiere der seriennahen Studie zeigt AMG auf seinem Instagram-Account das Heck des Project One. Neben der Dachfinne ist auch das mittige Endrohr gut zu erkennen. Der Abgasstrang ist nätürlich an sein Formel-1-Vorbild angelehnt. Vor wenigen Tagen hatte Mercedes-AMG-Chef Tobias Moers höchstpersönlich ein Innenraum-Foto des heiß erwarteten AMG-Hypercars auf Twitter gepostet. Das wichtigste Detail ist das Lenkrad, das fast so aussieht als wäre es direkt dem Formel 1-Auto von Lewis Hamilton entliehen. Zu erkennen sind die Schaltblitze und mehrere Knöpfe im rechteckigen Carbon-Lenkrad. Auf dem rechten Display ist die Silhouette des Project One im Anschnitt zu sehen, darüber scheint “Energy Flow” zu stehen. Statt normaler Armaturen bekommt das Hypercar ein weiteres Digitaldisplay. Ein weiteres Detail ist außerdem zu erkennen: Die Außenfarbe ist silber.

Dank elektrischem Turbo will Mercedes-AMG ein Mittel gegen das Turboloch gefunden haben.

©Daimler AG

Bereits zuvor hat Mercedes-AMG angekündigt, dass der Project One über 350 km/h schnell ist. Er wird auf der IAA (14. bis 24. September) als seriennahe Studie präsentiert. Details zum Antriebsstrang gibt es auch schon: Dank eines elektrischen Turboladers soll es endlich ein Mittel gegen das nervige Turboloch geben, der Turbo-Sechszylinder soll sogar ein besseres Ansprechverhalten haben als ein Sauger! Frischluft wird über einen mächtigen Lufteinlass aus Carbon direkt hinter der Fahrgastzelle eingesaugt. Die rein elektrische Reichweite ist allerdings wenig atemberaubend, denn das Project One kommt mit seinen vier Elektromotoren und der 800-Volt-Batterie lediglich 25 Kilometer weit. Genauso viel Reichweite hat auch der Konkurrent Porsche 918 Spyder. Ob Mercedes-AMG es noch schafft, ein Leistungsgewicht von eins (ein PS pro Kilogramm) zu schaffen, ist derzeit noch offen. Antrieb und Batterie wiegen allein 520 Kilogramm, selbst in Leichtbauweise. Darum gilt ein Gewicht unter 1300 Kilogramm als realistisch, ausreichend für Fahrleistungen die auf Augenhöhe mit Koenigsegg und Co liegen.

Motor: Allradantrieb und über 1000 PS Leistung

Die über 1000 PS Leistung setzen sich wie folgt zusammen: Der 1,6-Liter-Turbo aus dem Formel-1-Weltmeisterauto von 2016 soll im Project One 759 PS bei 11.000 U/min leisten. Unterstützt wird der Turbo-Sechszylinder von vier Elektromotoren. Drei leisten 120 kW, einer steuert 80 kW bei. Zu den Wartungsintervallen ist durchgesickert, dass der nur 1,6 Liter große, hochdrehende Sechszylinder spätestens alle 50.000 Kilometer eine umfangreiche Überholung benötigt.

Die elektrisch angetriebenen Vorderräder machen die geflügelte Carbon-Flunder außerdem zum 4×4-Boliden. Die Hinterradlenkung und ein Aktivfahrwerk, das jedes Rad einzeln ansteuern kann, sollen als weitere Dynamikschmankerl für eine atemberaubende Straßenlage auf Rennsportniveau sorgen. Bei der Beschleunigung setzen die Reifen das Limit: Trotz des Allradantriebs geht es auf Tempo 100 kaum schneller als in 2,5 Sekunden. Wie Ferrari und McLaren verwendet auch AMG ein ebenso stabiles wie leichtes Monocoque aus Carbon und spendiert zusätzlich eine aktive Aerodynamik – das vielfältig verstellbare Luftleitwerk wirkt entweder bremsend oder erhöht den Anpressdruck in schnellen Kurven.

Preis: Ab 2019 für rund 2,7 Millionen Euro

Zur Optik lässt sich noch nicht viel sagen. Die Teaserfotos zeigen jede Menge Luftein- und auslässe und eine Dachhutze. Die Kotflügel sind extra breit, die Heckansicht erinnert entfernt an den legendären CLK-GTR (der indirekte Vorgänger des Project One). Herausragendes Designelement und Markenzeichen des Project One werden die grazilen Flügeltüren im Stil des Ur-SL von 1954 sein. Während es für potenzielle Kunden bereits eine Vorab-Präsentation zum neuen Hypercar gab, müssen sich alle anderen noch bis zur IAA 2017 gedulden. Pünktlich zum 50. Geburtstag von AMG soll der Project One präsentiert werden. Mercedes-AMG hat außerdem verraten, dass insgesamt nicht mehr als 275 Project One gebaut werden und die Bestellbücher gut gefüllt sind. Nach aktueller Auftragslage ist der Project One – trotz eines Preises von rund 2,7 Millionen Euro – ausverkauft. Der Marktstart wird zu 2019 erwartet.

Autoren: Jan Götze, Katharina Berndt