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Malibu T 410: Wohnmobil-Dauertest Malibu, der ideale Zweitwohnsitz

— 16.08.2017

Malibu, der ideale Zweitwohnsitz

Dauertester sein ist auch nicht leicht: ständig unterwegs, immer andere Leute am Steuer. Aber der Malibu hat sich tapfer geschlagen.

Es gibt Orte, die haben einfach etwas Magisches. So wie Malibu, die Kleinstadt westlich der US-Metropole Los Angeles. TV-Star Thomas Gottschalk erholt sich dort vom Berühmtsein in Deutschland, die legendäre Sängerin Cher besitzt gleich mehrere Villen dort. Ist ja auch kein Wunder: Traumhaft schön liegt sie da, die 13.000-Seelen-Gemeinde, eingerahmt von den Santa Monica Mountains im Norden und dem Pazifik im Süden. Kein schlechter Name also, auch nicht für ein Wohnmobil. Unser Malibu T 410, ein Teilintegrierter mit quer eingebautem Doppelbett im Heck, startete im März 2016 bei uns – und zwar gleich mit einer Panne! Ein Sensor am Diesel-Partikelfilter hatte Feuchtigkeit abbekommen. Kein Malibu-Problem, eher eines von Fiat. Nach einem kurzen Stopp beim Autohaus Niehoff in Lüneburg lief der Dauertester wieder.

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Der Malibu präsentiert sich als souveräner Reisepartner

Nordtour: Der Malibu war mehrmals in Skandinavien unterwegs. Hier legt er auf Fünen (Dänemark) eine Pause ein.

Seine erste Dienstreise führte ihn von Hamburg nach Wien. Hierbei erwies sich der Teilintegrierte nicht nur als angenehmer und zuverlässiger Kilometerfresser, sondern auch als idealer Stadtcamper mit geringem Platzbedarf. Danach folgten gleich mehrere Touren nach Dänemark und Schweden – inklusive Mittsommernacht an den Schären von Sankt Anna. Ein Traum! Aber auch der Süden hat seine Reize. Grafikerin Annika Fischbeck lenkte den Malibu ins herbstmilde Kroatien. Viele Fächer im Wohnbereich und die geräumige Garage unterm Bett fielen ihr schnell positiv auf, ebenso gute Übersicht und das souveräne Fahrverhalten. Ein Zwischenstopp im österreichischen Bischofshofen brachte Folgendes ans Licht: Zweimal auf den Sat-TV-Knopf gedrückt, und die Satellitenschüssel richtete sich auf Astra aus. Zunächst flimmerten nur die öffentlich-rechtlichen Programme über den Bildschirm, nach kurzer Suche dann auch die anderen – in toller Bildqualität und mit miesem Ton. Das war neben der schlechten Bedienbarkeit schon beim Pioneer-Radio im Fahrerhaus ein Problem. Eines der wenigen, die es mit dem Malibu gab.

Centteile können ganz schön nerven

Nach der Tour geht es unter die Dusche. Herkömmliche Anlagen sind zu klein, also ab zur Lkw-Station.

Was aber wirklich nerven kann: Einige Schubladenverschlüsse halten schnellen Kurven nicht stand. Besonders der Besteckkasten ging immer mal wieder auf und musste mit Textilklebeband fixiert werden. Gleiches gilt für den Kleiderschrank, dessen Verschluss einfach nicht mehr einrasten wollte. Kaum wieder in heimischen Gefilden, brach der Malibu schon zur nächsten Tour auf. Diesmal stand ein Abstecher in die Niederlande auf dem Programm. Matthias Brügge kämpfte gleich beim ersten Übernachtungsstopp mit den Verdunkelungsjalousetten in der Fahrer- und Beifahrertür: Sie sind zu schwach dimensioniert, rutschen schnell aus ihrer Führung und müssen mühsam wieder eingefädelt werden. Außerdem knarzte die in die Türverkleidung eingepasste Halterung häufig. Viel mehr war nicht während dieses Dauertests – und das ist auch die Quintessenz bei diesem eigentlich gelungenen Wohnmobil: Centteile können ganz schön nerven! Ob in Malibu oder anderswo.

Technische Daten: Malibu T410
Motorisierung Fiat MultiJet 150
Leistung 109 kW (148 PS) bei 3600/min
Hubraum 2287 cm3
Drehmoment 350 Nm bei 1500/min
Höchstgeschwindigkeit 146 km/h
Getriebe/Antrieb Sechsgang manuell/Vorderrad
Tankinhalt/Kraftstoffsor 90 l/Diesel
Länge/Breite/Höhe 6657/2270/2890 mm
Radstand/Bereifung 3800 mm//215/70 R 15
Leergew. fahrbereit/Zuladung (Testmobil) 2710/790 kg
Anhängelast (gebremst/ungebremst) 2000/750 kg
Material Wand/Dach/Boden Alu/GFK/GFK
Stärke Wand/Dach/Boden 33/33/41 mm
Isolierung Wand/Dach/Boden RTM/RTM/RTM
Liegefläche Heck L x B 060 x 1390 mm
Kühlschrankvolumen 134 l
Herd 3 Flammen
Bordbatterie 80 Ah
Frisch­/Abwassertank 110/100 l
Gasvorrat/Heizung 2 x 11 kg/Truma Combi 6
Preis/Testwagenpreis ab 59.950 Euro/69.605 Euro
Testverbrauch 10,6 Liter D/100 km
Ölnachfüllmenge (auf 31.152 km) 5,0 Liter
Kilometerstand bei Testbeginn 1042 km
Kilometerstand bei Testende 32.194 km
Axel Sülwald

Axel Sülwald

Fazit

Der Start war ruckelig, aber dann lief der Dauertest-Malibu gut 30.000 Kilometer wie ein Uhrwerk. Für ein reiselustiges Paar ist er dank kompakter Abmessungen, gutem Fahrverhalten und ordentlicher Zuladung genau der richtige Reisebegleiter. Im Detail könnte er aber ein besseres Finish vertragen.