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Magnetisierbarer Faden macht Kleidungsstücke zum Datenspeicher

Magnetisierbarer Faden macht Kleidungsstücke zum Datenspeicher

Forscher an der University of Washington haben ein interessantes neues Konzept für intelligente Kleidung vorgestellt: Eine kurze Reihe von Nullen und Einsen lässt sich in einen magnetisierbaren Faden schreiben und später auslesen.

Stoffe mit Computer-Funktionen sind faszinierend, bislang aber wegen der erforderlichen Zusatzgeräte und begrenzter Funktionen wenig praxistauglich. Forscher an der University of Washington konzentrieren sich deshalb auf magnetisierte Textilien, die kleine Datenmengen speichern und mit Feldstärkemessgeräten ausgelesen werden können, wie sie in den meisten Smartphones bereits verbaut sind. Dadurch könnten sie etwa als Ersatz für RFID-Etiketten oder Schlüsselkarten dienen, berichtet Technology Review online in „Hemdsärmel als Passwort“.

Vernetzte Gewebe und Stoffe gibt es seit vielen Jahren, angepriesen von Künstlern, Start-ups und zum Teil auch großen Unternehmen (Google zum Beispiel betreibt das Projekt Jacquard und hat eine Partnerschaft mit Levi’s geschlossen). Bei Verbrauchern finden diese Produkte aber noch nicht viel Anklang – unter anderem wegen hoher Preise, begrenzter Funktionalität und Bedenken wegen der Haltbarkeit (denn auch vernetzte Kleidung muss irgendwann gewaschen werden).

Um kurze Reihen von Nullen und Einsen als positive und negative Polaritäten in den fertig verfügbaren magnetisierbaren Faden zu schreiben, verwendeten die Forscher Magneten. Auslesen konnten sie die Daten dann, indem sie ein Smartphone mit eingebautem Magnetometer in die Nähe des magnetisierten Stoffes hielten. In einem Demo-Video zeigen sie außerdem, wie ein Hemd mit einem Flicken aus magnetisiertem Faden eine mit einem Magnetometer ausgestattete Tür öffnen kann. Neben Stoffstücken mit Magnetfäden haben sie bereits Prototypen für programmierbare Accessoires wie Krawatten, Gürtel und Armbänder hergestellt.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)