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Luftbefeuchter Test: Alle Luftbefeuchter im Vergleich

Volldampf voraus: Luftbefeuchter im Test

| von Gunnar Troitsch

Testsieger Luftbefeuchter: Keine trockene Heizungsluft mehr

Trockene Luft macht zuerst den Augen und Schleimhäuten und im Nachgang dem ganzen Körper zu schaffen. CHIP testet 14 Luftbefeuchter für daheim. Drei verschiedene Funktionsprinzipien treten hier gegeneinander an, einige Modelle arbeiten sogar im Mischbetrieb. Wir erklären die Unterschiede und präsentieren unsere Sieger.

Mediziner empfehlen in Räumen eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent. Je nach Witterung, Jahreszeit und Raumbeschaffenheit kann sie jedoch auf Werte um die 20 Prozent absinken. Luftbefeuchter versprechen generell Abhilfe, sind jedoch hinsichtlich Technik und Preis höchst unterschiedlich. Wir stellen Ihnen die verschiedenen Techniken und Features der Geräte vor und präsentieren den Testsieger sowie den Preis-Leistungs-Sieger unseres aktuellen Luftbefeuchter Tests. In unserer Fotostrecke und Bestenliste sehen Sie alle Geräte im Test inklusive der Platzierungen.

Luftbefeuchter im Test: So wird getestet

Es gibt drei Arten von Luftbefeuchter im Test, die sich in erster Linie durch die Technik, mit der sie die Feuchtigkeit in der Luft verteilen, unterscheiden. Es gibt Flächenverdunster, Verdampfer und Ultraschall-Geräte. Im Test werden die Luftbefeuchter anhand von vier Testkriterien bewertet: Die Ergonomie bewertet die Betriebs-Lautstärke, das Fassungsvermögen der Wassertanks sowie den Pflegeaufwand. Die Leistungs-Wertung misst die Feuchtigkeitsmenge, die ein Luftbefeuchter in die Luft befördert. Außerdem wird die Ausstattung sowie der Energieverbrauch der Geräte getestet.

Luftbefeuchter-Modell “Verdunster”: Hygienisch und energiesparend

Die wohl behutsamste Variante zur Luftbefeuchtung nutzt der Verdunster, der das Wasser auf einer riesigen Oberfläche verdunsten lässt und die feuchte Luft dann per Ventilation in den Raum bläst. In unserem Vergleichstest arbeiten drei Geräte nach diesem Prinzip. Sie kosten zwischen 60 und 100 Euro, eines davon ist der rund 70 Euro (zum Preisvergleich) teure Philips HU4801/01. Herzstück des Systems ist ein filterartiger Einsatz, der vielfach durchbrochen eine riesige Verdunstungsfläche darstellt. Der Einsatz steht im Wasser, das durch den Kapillareffekt förmlich aufgesogen wird und ohne weitere Energiezufuhr an der Oberfläche verdunstet. Die feuchte – und durch die Verdunstungskälte – kühle Luft wird dann mit einem Ventilator-Rad in den Raum geblasen. Bei den Geräten im Test sind die Lüfterräder so groß, dass der Betrieb in niedrigen Betriebsstufen fast geräuschlos vonstatten geht. Auch die Energiebilanz der Flächenverdunster ist sehr günstig, sie verbrauchen zwischen 7,5 und maximal 33 Watt. Außerdem kommen sie mit relativ wenig Pflege- und Wartungsaufwand aus. Die Bildung von Legionellen ist bei dieser Art Luftbefeuchter kein Problem. Spülungen mit Haushalts-Entkalker, Zitronensäure oder Essig sind effektiv bei der Entfernung von Kalk und anderen Rückständen. Preis: zwischen60 und 100 Euro

Flächenverdunster wie der Philips HU 4801 arbeiten leise und hygienisch

Philips HU4801/01 Luftbefeuchter

Philips HU4801/01 Luftbefeuchter

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Luftbefeuchter mit Verdampf-Technik: Hygienisch und auf Wunsch mit Duft

Die zweite Art von Luftbefeuchtern arbeitet mit Hitze, die das Wasser schlichtweg verdampft. Dieser Dampf ist fast keimfrei, das Verkochen von Wasser kostet aber jede Menge Energie. Die Leistungsaufnahme der Verdampfer-Geräte im Test liegt zwischen 125 und 382 Watt. Zehn Stunden Verdampfer-Betrieb können also fast einen Euro kosten. Natürlich ist die Wärme nicht verloren – aber es gibt günstigere Methoden, Wohnräume zu heizen. Preislich liegen die Geräte im Test zwischen 35 und 100 Euro. Für Familien mit kleinen Kindern, aber auch für Erwachsene mit Atemwegsproblemen können Luftbefeuchter wie der DeLonghi UH 800 E für rund 95 Euro (zum Preisvergleich) trotz der hohen Betriebskosten die richtige Wahl sein: Denn mit dem heißen Dampf lassen sich ätherische Öle sehr leicht in der Raumluft verteilen. Das sorgt vor allem nachts für eine freie Nase und einen ruhigen Schlaf. Wenn Sie Bedenken haben, einen Verdampfer nachts im Schlafzimmer laufen zu lassen: Fast alle Geräte im Test schalten sich automatisch ab, wenn das Wasser verbraucht ist. Viele haben sogar Timer oder Hygrometer integriert, sodass auch ein automatischer Betrieb möglich ist. Preis: zwischen 35 und 100 Euro

Verdampfer sind hygienisch und können auch ätherische Öle verbreiten, z.B. der DeLonghi UH 800 E

DeLonghi UH 800E Luftbefeuchter

DeLonghi UH 800E Luftbefeuchter

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Ultraschallvernebler sind hocheffektiv und energiesparend

Die meisten Luftbefeuchter auf dem Markt arbeiten mit Ultraschall, darunter der Klarstein Belleville für rund 30 Euro (zum Preisvergleich). Das ist eine stromsparende und sehr effektive Art der Luftbefeuchtung. Das Wasser wird dazu in starke hochfrequente Schwingung versetzt, was viele kleine Wassertröpfchen aus der Flüssigkeit schlägt und so einen sichtbaren, kalten Nebel erschafft. Wer seine Raumluft schnell und preiswert mit Feuchtigkeit anreichern will, ist mit einem Ultraschall-Vernebler gut bedient. Zwei Nachteile: Kalk und Keime! Beides geben solche Geräte in die Luft ab. Der Kalk setzt sich in ein paar Metern Umkreis rund um den Befeuchter als weißer Staubfilm auf Möbeln, Geräten und dem Fußboden ab, die Keime (etwa Legionellen) werden im Nebel transportiert, bis dieser verdunstet. Natürlich haben einige Luftbefeuchter im Test eingebaute Kalkfilter und natürlich können Sie auch von vornherein destiliertes Wasser verwenden, um das Kalkproblem auszuschalten. Kürzere Wartungs- und Pflegeintervalle sind im Hinblick auf die Keimschleuder-Gefahr trotzdem angesagt. Manche Geräte kombinieren auch Ultraschall- und Verdampfer-Technik. Da trotzdem noch Nebel das Gerät verlässt, ist eine signifikante Keimminderung höchst zweifelhaft. Auch können die in einigen Modellen eingesetzten Kalkfilter (Kügelchen, an denen sich der Kalk anlagern soll) keine Wunder bewirken. Stark kalkhaltiges Wasser verursacht auch mit einem solchen Filter auf Dauer einen Kalk-Niederschlag in der Umgebung des Gerätes. Preis: zwischen 30 und 60 Euro

Ultraschall-Geräte sind preiswert und sehr effektiv, wie zum Beispiel der Klarstein Belleville

Testsieger ist der Philips HU4803/01 Luftbefeuchter

Den Testsieg trägt der Philips HU4803/01 davon. Der Verdunster ist leise und effektiv zugleich. Die eingesetzte Technik sorgt dafür, dass Keime und Erreger nicht die Luft vernebeln. Das Wasser verdunstet über die große Oberfläche des filterähnlichen Vlieses. Kalk, Verschmutzungen und etwaige Erreger werden zuverlässig zurückgehalten. Überdies verfügt das Philips-Modell über verschiedene Steuermöglichkeiten, die den Einsatz sehr angenehm machen. So können Sie etwa eine Ziel-Luftfeuchtigkeit einstellen, bei deren Erreichen das Gerät die Arbeit selbsttätig einstellt. Der Philips-Verdunster kostet allerdings etwa rund 100 Euro (zum Preisvergleich) und ist damit auch das teuerste Modell in unserem Vergleichstest.

Der Philips HU4803/01 schafft es mit cleverer Technik und coolen Features auf Platz 1

Philips HU4803/01 Luftbefeuchter

Philips HU4803/01 Luftbefeuchter

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Unser Preistipp ist der Honeywell HH 950E

Knapp 30 Euro kostet der Honeywell HH950E (zum Preisvergleich) und ist damit unser Preistipp. Er hat einen großen Wasserspeicher und arbeitet – zumindest bei kleiner Ventilatorstufe – nahezu lautlos. Wie auch der Testsieger ist der Honeywell ein Verdunster, der Kalk und Keime natürlich zurückhält. Außer den Ventilationsstufen können Sie am Gerät aber nichts einstellen. Wer also einen Timer oder eine Hygrometer-Programmierung braucht, sollte zu einem anderen Gerät greifen. Der Stromverbrauch beträgt auf der kleinen Stufe lediglich 15 Watt. Das ist äußerst moderat und hält die Folgekosten im Zaum.

Sparsam, aber ohne Schnick-Schnack: Der Preis-Leistungs-Sieger Honeywell HH 950E

Honeywell HH 950E Warmluftbefeuchter

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Bestenliste: Die besten fünf Luftbefeuchter im Test