/Live 10: Ableton kündigt neue Musik-Software an

Live 10: Ableton kündigt neue Musik-Software an

Live 10: Ableton kündigt neue Musik-Software an

(Bild: Ableton)

Die neue DAW bringt unzählige Detailverbesserungen mit, die speziell die Produktion elektronischer Musik vereinfachen sollen.

Der in Berlin ansässige Software-Hersteller Ableton hat Live 10 angekündigt. Die nächste Version seiner Digital Audio Workstation (DAW) soll im ersten Quartal 2018 erscheinen und zahlreiche Detailverbesserungen mitbringen. Zu den Highlights gehören die komplette Integration der Entwicklungsumgebung Max for Live in die neue Suite, verbesserte Editier-Funktionen direkt im Arranger, sowie neue Funktionen für den Push-2-Controller, die dessen hochauflösendes Display besser ausnutzen. Hinzu kommen ein neuer Wave-Table Synthesizer sowie drei neue Effekte (analoges Echo, Verzerrer und Drum Bus mit Transienten Designer).

Live ist prädestiniert zur Produktionen elektronischer Musik und arbeitet im Unterschied zu rein sequenziell funktionierenden DAWs wie Cubase oder Logic unter anderem mit Loops. Zudem lassen sich externe Synthesizer bequem ansteuern – vor allem über Max for Live, das in der Suite mitgeliefert wird.

Live 10 ist der erste große Programmsprung nach fünf Jahren, als 2013 Live 9 vorgestellt wurde. Die Bedienüberfläche wurde nur leicht überarbeitet. Im Browser lassen sich nun Favoriten von Instrumenten, Effekten und Samples in eigenen Ordnern sortieren. Der Arranger erlaubt nun das direkte Editieren von Audiospuren. Zudem lassen sich mehrere MIDI-Spuren in einem Rutsch bearbeiten. Dank MIDI Chasing werden lange Noten selbst dann abgespielt, wenn sie vor dem Wiedergabepunkt angeschlagen wurden. Live 10 schneidet darüber hinaus auch alle MIDI-Daten mit. So kann man eine musikalische Idee auch nachträglich im Arrangement sichern, selbst wenn man vergessen hatte, den Aufnahmeknopf vorher zu drücken.


Ableton

Der Arranger erlaubt nun das direkte Editieren von Audio-Clips und die gleichzeitige Bearbeitung mehrerer MIDI-Clips.

(Bild: Ableton
)

Der Mixer kann jetzt endlich Stereo-Kanäle einzeln frei pannen und das Utility-Tool einen einstellbaren Bassbereich auf Mono reduzieren. Bei der Aufteilung sind nun Gruppen in Gruppen möglich. Darüber lassen sich beispielsweise mehrere Kick-Spuren innerhalb einer Drum-Gruppe zusammenfassen. Projekte sollen schneller laden und speichern. Zudem lassen sich neben Wav-Dateien nun auch MP3s und FLAC direkt rendern.

Die hochauflösenden Displays des Controllers Push 2 werden nun besser genutzt: Sie zeigen aufgenommene MIDI-Noten an, und geben detaillierte Auskunft über die integrierten Standard-Effekte wie Compressor und EQ, inklusive einer FFT-Analyse.


Als einziges Instrument kommt ein neuer Wavetable-Synthesizer hinzu.

Als einziges Instrument kommt ein neuer Wavetable-Synthesizer hinzu.

(Bild: Ableton
)

In der Suite wurde Max for Live nun vollständig integriert. Viele Grundmodule haben eine neue Bedienoberfläche bekommen, sodass sie nun genauso aussehen, wie Lives Effekte. Ein neuer Surround-Panner für Mehrkanal-Mixe ist auch mit an Bord. Abgerundet wird das Paket durch neue und überarbeitete Sound-Libraries.

Eine Liste sämtlicher Neuerungen hat Ableton hier veröffentlicht. In einem Videoclip gibt Ableton außerdem einen kurzen Überblick über die wichtigsten Neuerungen:

Quelle: Ableton

Ableton belässt es bei den bisherigen Preisen: Als Download kosten die abgespeckte Intro-Version 79 Euro, die Standardversion 349 Euro und die Suite mit Max for Live 599 Euro. Upgrade-Preise von Live 9 variieren je nach vorhandener Lizenz und können beim Login auf die Shop-Seite von Ableton abgefragt werden. Ein Upgrade von der Suite 9 auf die Suite 10 soll beispielsweise 199 Euro kosten.

Neueinsteiger, die jetzt Live 9 kaufen, bekommen bis zur Veröffentlichung 20 Prozent Rabatt und das Upgrade auf Live 10 kostenlos.

Erste Demos der aktuellen Beta könnte Ableton auf seiner Loop-Konferenz in Berlin vorführen, die Ende nächster Woche vom 10. bis zum 12. November im Funkhaus stattfindet.


(hag)