/Kriegserklärung! Muss Trump jetzt dran glauben?

Kriegserklärung! Muss Trump jetzt dran glauben?

Stephen Bannon ist als Teil der US-Regierung Geschichte. Ein monatelanger Machtkampf ist damit zumindest vorübergehend zu Ende. Stephen Bannon, ein überzeugter Nationalist und Populist, muss seinen Kampf gegen das Establishment jetzt über seine rechtslastige Plattform “Breitbart” führen.

Stephen Bannon kündigt Krieg gegen US-Regierung an

Bei aller Loyalität mit dem Präsidenten lässt Bannon keinen Zweifel an seinen Prioritäten. An erster Stelle steht immer das rechte Programm, dem sich Trump und er verpflichtet hatten und das sie auch zum Wahlerfolg geführt hatte. Rückt Trump davon ab, wird selbst er zum Gegner.

Zurück bei “Breitbart” verkündete Bannon: “Ich habe meine Hände zurück an den Waffen. Ich verlasse das Weiße Haus und ziehe für Trump in den Krieg gegen seine Gegner.” Mit “Breitbart News” habe er eine Maschine gebaut, die er jetzt hochfahren werde, droht Bannon. An der Spitze von anderen rechtsgerichteten Medien und Moderatoren ist diese Plattform zu einem Sprachrohr der “Alt-Right”-Bewegung der Rechtsaußen, Zukurzgekommenen und Rassisten geworden.

Trump bemüht sich um Loyalität

Wenige Tage nach Bannons mit viel Trommelwirbel begleitetem Weggang fühlte sich Trump sogar zu einer Justierung seiner politischen Grundhaltung bemüßigt. “Loyalität unserer Nation gegenüber erfordert Loyalität auch untereinander”, sagte Trump. “Wenn wir unsere Herzen für Patriotismus öffnen, dann ist dort kein Raum für Vorurteile, kein Platz für Fanatismus und keine Toleranz für Hass.” Ist das der gleiche Donald Trump, der noch vor ein paar Tagen “feine Leute auf beiden Seiten” erkannt hatte, als eine Horde von Rassisten und Neonazis durch Charlottesville zog und sich mit Gegendemonstranten prügelte?

Es wird abzuwarten bleiben, wie nachhaltig die angeblich Kehrtwende des Donald Trump ausfallen wird. “Erstmals legt Trump eine kohärente, rationale, verantwortliche Strategie in einem wichtigen außenpolitischen Gebiet vor”, sagte der CDU-Außenexperte Norbert Röttgen.

Sägt “Breitbart” am Stuhl von Trump?

Bannon selbst hatte prophezeit: “Die Trump-Präsidentschaft, für die wir gekämpft haben, und die wir gewonnen haben, ist vorbei.” “Breitbart”-Chefredakteur Alex Marlow will die Ideen der liberalen Gefolgschaft von Trump zerstören. “Steve hat eine Menge Sachen in seinem Ärmel”, sagte Marlow gegenüber der “Vanity Fair”. Dies birgt für Trump einige Gefahren. Wie das US-Magazin weiter schreibt, könnte “Breitbart” an der Absetzung von Trump arbeiten, sollte dieser eine gemäßigtere Politik einschlagen.

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bua/sba/news.de/dpa