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Kontrollleuchten und Warnleuchten im Auto Was blinkt und leuchtet da?

— 12.09.2017

Was blinkt und leuchtet da?

Die Vielfalt an Warn- und Hinweisleuchten im Cockpit heutiger Autos wird immer größer. Hier ein Ratgeber den Leuchtsymbolen zum Motor, ABS und viele andere Blinklichter.

(dpa/mas/kbe) Wenn im Auto alle Kontrollleuchten während der Fahrt – und nicht nur zum Test beim Start – erstrahlen, sollten man sofort anhalten und in einer Werkstatt anrufen. Das ist eindeutig. Aber meist blinkt oder leuchtet nur ein Symbol auf, meist gelb oder rot. Auf welchen Defekt die Warnlichter genau hinweisen, ist meist gar nicht leicht zu erschließen. Wer kann auf Anhieb die Warnlichter unterscheiden, ob für den Spurhalteassistenten oder für die Anti-Schlupf-Regelung.

Über 80 Warnsymbole

Video: Warnleuchten im Cockpit – (3/4)

Was leuchtet und blinkt da?

Denn während es in 80er-Jahre-Autos meist nur eine Handvoll Warn-Symbole gab, kann die Instrumententafel, gerade die volldigitale, mittlerweile auf ungeahnte Weise leuchten. Manche Symbole sind leicht zu erkennen, so wie die ABS-Kontrollleuchte, bei der die Buchstaben “ABS” aufblinken. Doch auch dann ist nicht unbedingt klar: Ist das jetzt gefährlich? Sofort anhalten oder langsam zur Werkstatt? Oder doch nur bei nächster Gelegenheit nachgucken lassen?

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Video: Warnleuchten im Cockpit – (2/4)

Was blinkt denn da?

Hubert Paulus vom ADAC kennt das Problem: “Wir erhalten regelmäßig Anrufe von Autofahrern, die nicht mehr wissen, was ein bestimmtes Symbol bedeutet.” Deren Zahl nimmt ständig zu. Mit jedem Sicherheits- oder Assistenzsystem wird das Cockpit um eine Warnleuchte ergänzt. Das schreibt der Gesetzgeber vor. Fällt beispielsweise der Spurhalteassistent aus, muss das Cockpit dies anzeigen. So weiß der Fahrer, dass er sich nicht mehr auf die Software verlassen kann.

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Auch die Reifendruckkontrolle leuchtet

Diese Regelung macht die Instrumententafel immer unübersichtlicher. “Insgesamt gibt es 70 bis 80 verschiedene Symbole, von denen meist 50 verwendet werden”, sagt Steffen Kuttner vom Fahrzeugzulieferer Bosch. ISO-Normen schreiben Farbe und Form vor. Zu den Wichtigsten zählen die gelbe Motorkontrollleuchte, die rote Ölkontrollleuchte und seit 1. November 2014 die Reifendruckkontrollleuchte. Wie genau ein Hersteller die Symbolik umsetzt, bleibt ihm selbst überlassen. Auch beim Namen einzelner Funktionen gibt es Abweichungen zwischen den Herstellern.

ESP oder doch DSC?

“Bei der Bezeichnung und den Kontrollleuchten des ESP hat sich im Gegensatz zum ABS keine einheitliche Sprache durchsetzen können”, sagt Philipp Heise vom Auto Club Europa (ACE). Während Daimler auf ESP setzt (Elektronische Stabilitätsprogramm) heißt die gleiche Funktion im BMW DSC (Dynamic Stability Control), um nur zwei zu nennen. Insgesamt sechs verschiedene Bezeichnungen kursieren für diese Funktion. Gesetzlich geregelt sind hingegen die Farben der Symbole. Sie folgen dem Ampelsystem. “Grün steht dabei für Hinweise, während gelb und rot auf Warnmeldungen, Fehler und Störungen hindeuten”, erklärt ACE-Mann Heise, “die roten Warnlampen bergen das höchste Gefährdungspotenzial für Fahrzeug und Fahrer.”

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Digitales Cockpit erklärt den Fehler

Hubert Paulus sieht in der wachsenden Anzahl unterschiedlichster Warnsymbole eine Gefahr. “Die Ablenkung im Auto muss insgesamt abnehmen, sonst steigen auch die Unfallzahlen”, sagt er. Es gibt bereits digitale Cockpits, die sich der Fahrer individuell anpassen kann. So kann das Navigationssystem mehr Bildschirmfläche einnehmen und die klassischen Rundinstrumente wandern verkleinert an den Rand. Ein schöner Nebeneffekt: In der Regel wird im Digital-Cockpit nicht nur das Warnsymbol angezeigt. Der Fahrer erhält auch Informationen über die Bedeutung des Symbols und Anweisungen, was zu tun ist.

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