/Kommt jetzt die Koalition zwischen AfD und CDU?

Kommt jetzt die Koalition zwischen AfD und CDU?

Angela Merkel und AfD-Wähler haben eigentlich nur wenige gemeinsame Schnittstellen.
Bild: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine Zusammenarbeit der Union mit der AfD im neuen Bundestag ausgeschlossen. Der “Welt am Sonntag” sagte sie, “dass die AfD für uns kein Partner für irgendeine Form der Zusammenarbeit sein kann”. Die Union müsse vielmehr versuchen, jeden einzelnen AfD-Wähler zurückzugewinnen. “Das erfordert Geduld mit den Sorgen der Menschen und den Versuch, sie immer wieder mit konkreten Lösungen für konkrete Probleme anzusprechen”, sagte Merkel.

Merkel gegen jegliche Zusammenarbeit mit AfD – Ausnahme in Magdeburg

Im Landtag von Sachsen-Anhalt hatte am vergangenen Donnerstag die Mehrheit der CDU-Fraktion für einen Antrag der AfD gestimmt. Damit wurde eine Enquete-Kommission zur Untersuchung von Linksextremismus auf den Weg gebracht. Aus den anderen Parteien kam Kritik an der Zustimmung von Teilen der CDU.

Die AfD zeigte sich dagegen hochzufrieden. “Das ist ein Dammbruch und ein Meilenstein in der Entwicklung der AfD”, sagte der Vorsitzende der AfD-Landtagsfraktion in Magdeburg, André Poggenburg, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Dass ein Großteil der CDU-Abgeordneten für den Antrag gestimmt habe, zeige, dass seine Strategie der “Fundamentalopposition” erfolgreicher sei als der von Parteichefin Frauke Petry propagierte “realpolitische Kurs”. Poggenburg gehört dem 2015 von AfD-Rechtsaußen Björn Höcke gegründeten rechtsnationalen Flügel der Partei an.

AfD-Anhänger wettern gegen Kanzlerin: “Merkel muss weg”

Auch AfD-Anhänger hatten Wahlkampfauftritte der Bundeskanzlerin mehrfach durch Zwischenrufe und Dauerpfeifen gestört, erst am Samstag wieder in Quedlinburg beim CDU-Wahlkampfauftakt für Sachsen-Anhalt. Zu sehen waren dort AfD-Plakate sowie handgemalte Schilder mit Parolen wie “Merkel muss weg”. “Manche glauben, dass man die Probleme der Menschen in Deutschland mit Schreien bewältigen und lösen kann. Ich glaube das nicht und gehe davon aus, die Mehrheit heute hier auf diesem Platz auch nicht”, sagte die Kanzlerin dazu.

In einem Interview der “Welt am Sonntag” sagte Merkel, in einer Demokratie dürfe sich jeder nach eigenem Gutdünken darstellen. “Es ist wichtig, dass wir nicht ganze Orte meiden, weil es dort Schreihälse gibt.”

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mag/news.de/dpa