/Klage gegen Nintendo: Switch-Controller sollen Patent verletzten

Klage gegen Nintendo: Switch-Controller sollen Patent verletzten

Klage gegen Nintendo: Switch-Controller sollen Patent verletzten


Dorothee Wiegand

Die Controller der Nintendo Switch kopieren die Controller eines zum Spielen geeigneten Tablets namens Wikipad aus dem Jahr 2012 – so lautet der Vorwurf einer Patentklage gegen Nintendo.

Die Nintendo Switch lässt sich sowohl unterwegs als auch auf dem Sofa nutzen. Die mit Bewegungssensoren ausgestatteten seitlichen Controller, die sogenannten “Joy-Cons”, lassen sich ans Display der Konsole anstecken, aber auch separat einsetzen.

Der japanische Spielespezialist konnte mit der Switch bisher offenbar recht erfolgreich an die Tradition seiner mobilen Spielegeräte seit dem Gameboy anknüpfen: Seit dem Verkaufsstart im März wurden insgesamt 4,7 Millionen Stück der Hybrid-Spielkonsole verkauft.



Klage gegen Nintendo: Switch-Controller sollen Patent verletzten

Eines von drei Einsatzszenarien: Die Switch kann als mobiller Bildschrim dienen, mit den beiden Controllern steuern dabei zwei Spieler das Spielgeschehen.

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Nun liegt eine Patentklage gegen Nintendo vor. Der Vorwurf: Nintendo soll die Controller einer US-amerikanischen Konsole aus dem Jahr 2012 kopiert haben. Der Kläger Gamevice ist ein US-amerikanischer Hersteller von Gaming-Zubehör für Smartphones und Tablets. Der Anbieter hat beispielsweise Controller-Aufsätze für iPhone, iPad und gängige Samsung-Smartphones im Programm.



Klage gegen Nintendo: Switch-Controller sollen Patent verletzten

Fünf Jahre alt und nur mäßig erfolgreich: Das Wikipad 7 soll den Switch-Controllern als Vorbild gedient haben – so steht es in der Patentklage gegen Nintendo.

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Bild: Gamevice, Inc.


2012 brachte das Unternehmen unter dem Namen “Wikipad 7” ein kleineres Tablet auf den Markt, Mit einer U-förmigen Halterung, an der sich rechts und links Controller befinden lässt es sich zum Gamepad umfunktionieren.

Weil das Design der Joy-Cons an der Switch diesen Steuerelementen seiner Ansicht nach zu sehr gleicht, fordert Gamevice nun Schadensersatz von Nintendo sowie einen Verkaufsstopp der Switch.


(dwi)