/Keine Upgrades mehr für BlackBerry PRIV

Keine Upgrades mehr für BlackBerry PRIV

Keine Upgrades mehr für BlackBerry PRIV


Volker Weber

(Bild: Volker Weber )

Alex Thurber, bei BlackBerry für das Mobilgeschäft verantwortlich, hat in einem Interview bestätigt, was viele bereits vermuteten: Der BlackBerry PRIV bleibt auf Marshmallow.

BlackBerry ist mit dem Umstieg von BlackBerry OS auf BlackBerry OS 10 und dem abermaligen Umstieg auf Android gescheitert. Ende 2015 stellten die Kanadier mit dem PRIV einen aufwändigen Slider mit gebogenem AMOLED-Display und Snapdragon 808 vor. PRIV erschien mit Android Lollipop und erhielt im Frühjahr ein Upgrade auf Marshmallow. Das Produkt war ambitioniert, ziemlich teuer und wenig erfolgreich. Als Folge suchte BlackBerry die Zusammenarbeit mit TCL und modifizierte zwei Referenz-Designs, die TCL als Alacatel Idol 4 und 4S verkaufte. BlackBerry verkaufte die TCL-Geräte unter dem eigenen Marke mit eigenem Android als DTEK50 und DTEK60. Auch wenn das DTEK50 einen Achtungserfolg als Flottengerät bei BlackBerry-Unternehmenskunden verbuchen konnte, reichte es nicht, um profitabel weiter Smartphones anbieten zu können.

Für den DTEK50 hatte BlackBerry mit dem Claim geworben, das sicherste Android-Gerät zu verkaufen und begründete das unter anderem mit monatlichen Sicherheitsupdates. Was beim PRIV reibungslos funktioniert hatte, ging beim DTEK50 zunächst ordentlich schief. Mit wechselndem Erfolg berappelte sich BlackBerry zwar, aber das DTEK60 musste auf das Juli-Update verzichten und erhielt sein August-Update erst zum Ende des Monats. Während der PRIV im August noch ganz vorne lag, gibt es im aktuellen Monat erst ein DTEK50 Update.

DTEKs als Übergangsgeräte

Im Interview begründete Thurber diese unrund laufende Maschine damit, dass viele Partner zusammenarbeiten müssen, um Upgrades und Updates herzustellen. Für den PRIV ist bei den Upgrades der Bart ab, zu den DTEKs wollte sich Thurber nicht äußern. Man darf vermuten, dass er den Abverkauf der Restbestände nicht gefährden will. Er bezeichnete die DTEKs jedoch als Übergangsgeräte, mit denen BlackBerry testen wollte, ob eine Lizenzierung von BlackBerrys Android-Plattform an Partner Sinn macht. Sicherheitsupdates will BlackBerry weiterhin liefern.

Mittlerweile hat TCL ein neues Kapitel aufgeschlagen. Unter der Marke BlackBerry Mobile entwickelt das Unternehmen eigene Designs für BlackBerry Android. Das KEYone ist nur das erste Gerät, weitere sollen folgen. KEYone erschien gleich mit Nougat 7.1.1, eine Version, welche die PRIVs und vermutlich auch die DTEKs nicht mehr sehen werden. KEYone soll Oreo erhalten.


(vowe)