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Kein Nutzerinteresse: Google beerdigt Chrome-Apps

Google beerdigt Chrome-Apps

Nach einer Ankündigung im Sommer 2016 hat Google nun die Chrome-Apps aus dem Sortiment seines Chrome-Web-Stores geschmissen. Die Apps bleiben bis Anfang nächsten Jahres funktionsfähig – die Nachfolge sollen PWAs antreten.

Es war ein langer Abschied: Im August 2016 kündigte Google das Ende der Chrome-Apps unter Windows, Linux und macOS an – nun ist das Ende da und die Apps sind nicht mehr im Sortiment des Chrome-Web-Stores zu finden. Bereits installierte Chrome-Apps funktionieren bis Anfang 2018, dann ist komplett Schluss. Nicht betroffen ist Chrome OS, dort bleiben die Chrome-Apps “für absehbare Zeit” verfügbar. Zur Klarstellung: Die Chrome-Erweiterungen (Extensions) wird es weiterhin geben.

Den Tod der Chrome-Apps begründete Google mit der sträflichen Vernachlässigung durch die Nutzer: Gerade einmal 1 Prozent der Chrome-User hätten die Chrome-Apps aktiv genutzt, sagt Google. Die Apps gab es in zwei Varianten: “hosted apps” und “packaged apps”. Letztere waren ziemlich mächtig, weil sie im Hintergrund laufen konnten und Zugriff auf die Hardware hatten, um etwa USB-Ports anzusprechen.

Als Alternative und Nachfolger zu den Chrome-Apps stehen die sogenannten Progressive-Web-Apps (PWAs) parat. Dabei handelt es sich um Webseiten, die sich auf Smartphones wie native Apps benehmen und etwa Benachrichtigungen anzeigen können. Bekanntes Beispiel ist die Lite-Version von Twitter. Google arbeitet daran, dass auch Desktop-Nutzer die PWAs bald installieren können. Das soll “ungefähr Mitte 2018” der Fall sein, schreibt Google in einer Mail an die App-Entwickler. Die Web-Apps lassen sich dann wie Chrome-Apps via Shortcut und Icon starten.


(dbe)