/Karnevalszuschauer in Eppinger Fasnacht-Prozession verletzt

Karnevalszuschauer in Eppinger Fasnacht-Prozession verletzt

Eppingens Karneval “Hexentanz” mit 2.000 Menschen in Masken und Kostümen war am Samstag ein schwerer Unfall, berichtete die Polizei am Sonntagabend in der süddeutschen Stadt.

Polizeisprecherin Corinna Lüke sagte, ein 18-jähriger Zuschauer, der auch als Hexe verkleidet war, sei auf einen Bauernhofwagen gehoben worden, wo kostümierte Nachtschwärmer um einen geschlossenen Kessel mit heißem Wasser standen.

“Eine andere Hexe hat den Kessel geöffnet und den 18-Jährigen darüber gehalten”, berichtete Lüke den SWR-Nachrichten. “Dabei fielen die Beine der jungen Frau aus unbekannten Gründen in den Kessel und der 18-Jährige erlitt schwere Verletzungen.”

Die Polizei sagte, die Frau sei im heißen Wasser auf die Knie gestiegen.

Ein Helikopter brachte sie dann in eine Spezialklinik, wo sie wegen ihrer Verletzungen behandelt wurde.

Markierung ‘Fasnacht’

Eppingen, eine Stadt mit 21.000 Einwohnern, liegt nordwestlich von Stuttgart bei Heilbronn im Bundesland Baden-Württemberg.

Es war die 16. Ausgabe des Karnevals oder der “Fasnacht” und umfasste laut Veranstalter und Zeitung 77 Gruppen oder “Combos” – aus dem fernen Elsass Heilbronner Stimme.

Klaus Holaschke, Bürgermeister von Eppingen, sagte der Zeitung: “So etwas sollte nie passieren.” Der Vorfall soll am Montag im Rathaus diskutiert werden, fügte er hinzu.

Fasnachts- oder Fasching-Prozessionen und Veranstaltungen, die den Beginn der traditionellen Fastenzeit vor Ostern markieren, werden oft mit Holzmasken in Teilen Süddeutschlands, Österreichs, der Schweiz und Luxemburgs gefeiert.

ipj / jm (dpa, SWR)