/Jetzt auch von Sony: arduino-kompatibles IoT-Board “Spritzer”

Jetzt auch von Sony: arduino-kompatibles IoT-Board “Spritzer”

Jetzt auch von Sony: arduino-kompatibles IoT-Board “Spritzer”


Helga Hansen

(Bild: Sony)

Mit integriertem GPS und vielen Audioanschlüssen bringt Sony ein arduino-kompabtibles Board auf den Markt, das auch noch viel Leistung und niedrigen Stromverbrauch verspricht.

GPS-Projekte

Titelbild der Make 3/17 mit der Wärmebildkamera Kamera Fotilo

Anleitungen rund um das Thema GPS gibt es im aktuellen Heft, Make 3/17.

Kaum stellt Intel seine Bastlerboards ein, setzt Sony auf den beliebten Mikrocontroller Arduino: Bei der Maker Faire Tokyo stellte der japanische Elektronikkonzern am Wochenende die neue Boardkombi vor. “Spritzer” besteht aus einem modifizierten Arduino Uno als Breakout-Board sowie dem aufsetzbaren Spritzer-Board in Größe eines Arduino Nano. Darin stecken Chips der CXD5602-Reihe von Sony, bestehend aus sechs ARM Cortex-M4F. Sie können bis zu 157 MHz getaktet werden und verfügen über 1,5 MB SRAM, 8 MB Flashspeicher und eine Reihe an Anschlüssen.

Neben I²C, SPI, UART, PWM und USB können über I²S Audiosignale aufgenommen und ausgegeben werden: Spritzer unterstützt mit dem Audio-Chip CSD5427 acht digitale oder vier analoge Eingänge und Stereo-Ausgabe mit einer Auflösung von 192 Khz und 24 bit. Neben Musik-Fans setzt Sony auf Drohnenpiloten. Das Board kann seine Position nicht nur mit GPS bestimmen, sondern auch dem russischen Konkurrenzsystem GLONASS.

Bitte gedulden: Start in 2018

Die Programmierung soll über die bekannte Arduino-Entwicklungsumgebung und ein USB-Kabel erfolgen. Da das Breakout-Board pinkompatibel mit dem Uno ist, können auch bestehende Arduino-Shields aufgesetzt werden. Auf der Maker Faire Tokyo waren bereits verschiedene Beispielprojekte mit Spritzer zu sehen, wie ein intelligenter Musik-Controller und eine Drohne. Ein Preis ist noch nicht bekannt und das Board wird ab Anfang 2018 zunächst nur für Entwickler erhältlich sein. Laut Make Japan soll es dann als Open-Source-Hardware vorliegen.


(hch)