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Java EE soll unter dem Dach der Eclipse Foundation landen

Nach Gesprächen vor allem mit IBM und Red Hat veröffentlicht Oracle konkrete Pläne für die Zukunft von Java EE. So sollen unter anderem Referenzimplementierungen und Technology Compatibility Kits künftig an die Eclipse Foundation relizenziert werden.

Knapp einen Monat nach der Ankündigung, Java EE an die Open-Source-Community zu übertragen, hat Oracle nun konkrete Pläne veröffentlicht. Sie sind laut dem Oracle-Blog das Ergebnis intensiver Diskussionen mit anderen Herstellern und Community-Mitgliedern. Vor allem hat das Unternehmen wohl IBM und Red Hat gebeten, die Pläne mitzugestalten und zu unterstützen. Oracle dankt im Blogbeitrag explizit den beiden Firmen, die einerseits am meisten zur Java-EE-Plattform beisteuern und andererseits zu den stärksten Kritikern von Oracles bisheriger Java-EE-Strategie gehören.

Die derzeitigen Pläne können sich laut dem Blogbeitrag durchaus noch ändern, sodass die Veröffentlichung vor allem als Statusbericht zu werten ist. Zumindest gibt es erstmals konkrete Angaben darüber, was Oracle freigeben will. Außerdem hat sich das Unternehmen nun erwartungsgemäß dazu entschieden, die Software an die Eclipse Foundation zu relizenzieren.

Konkret sollen Referenzimplentierungen (RI), Technology Compatibility Kits (TCK) und Projektdokumentationen der von Oracle geführten Java-EE- und GlassFish-Technologie an die Eclipse Foundation gehen. Damit ist eine der großen Fragen beantwortet, die nach der ersten Ankündigung im August offen waren: Die Weitergabe der TCKs und RIs bietet die Chancengleichheit für alle Java-Anbieter, die eine reine Freigabe der Spezifikation nicht gebracht hätte.

Die Java-EE-Plattform wird im Zuge der Relizenzierung einen neuen Namen erhalten. Die konkrete Rebranding-Strategie steht bisher noch auf der To-do-Liste. Allerdings sollen die Bezeichnungen der vorhandenen javax-Pakete und Komponentenspezifikationen im Interesse der Kontinuität unverändert bleiben.

Im Rahmen der Umstellung wollen die Verantwortlichen den Prozess zur weiteren Entwicklung vorhandener und Implementierung neuer Spezifikationen konkret definieren. Zudem gibt es Überlegungen, das bereits unter dem Dach der Eclipse Foundation verwaltete MicroProfile in die Plattform zu integrieren.

Die Umstellung soll sobald wie möglich nach der Veröffentlichung von Java EE 8 erfolgen. Oracle wird weiterhin bestehende Java-EE-Lizenznehmer unterstützen und will sowohl Support für bestehende WebLogic-Server bieten als auch eine Version des Applikationsservers herausgeben, der auf Java EE 8 baut.

Siehe dazu auf heise Developer:


(rme)