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Java EE 8 ist offiziell erschienen

Im Schatten des Wirbels um Java 9 hat Oracle auch die Enterprise-Variante aktualisiert. Technisch bleibt sie hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Spannend ist derzeit auch die Zukunft der Plattform als Open-Source-Projekt.

Mit weitaus weniger Wirbel als Java 9 hat Oracle auch Java EE 8 endgültig freigegeben, nachdem das Unternehmen auch das Release der Enterprise-Variante mehrfach verschoben hatte. Bereits im Dezember 2016 stand fest, welche Features Bestandteil der Plattform sein würden. Damit war auch klar, dass zahlreiche Module es nicht in die achte Version von Enterprise-Java schaffen.

Zu den wichtigsten Neuerungen gehört die Java Servlet 4.0 API, die erstmals HTTP/2-Support bietet, und eine dedizierte Security-API. JSON-B (JSON Binding) bekommt eine eigene API, und die Java API for JSON-P ist in Version 1.1 Bestandteil der Plattform. Zahlreiche weitere APIs haben zum Teil wichtige Ergänzungen erhalten, darunter die Contexts and Dependency Injection (CDI) mit dem Versionssprung auf 2.0.

Weitere aktualisierte Pakete sind die JavaServer Faces (JSF) 2.3, Bean Validation 2.0, Java API for RESTful Web Services (JAX-RS) 2.1, Java Persistence 2.2, Java API for WebSocket 1.1 und JavaMail 1.6. Auch wenn Java EE 8 parallel zu Java 9 erscheint, widmet es sich zunächst einigen Erweiterungen, die in Version 8 der Standard Edition, aber nicht in der vorherigen Java-EE-Plattform enthalten waren. Besonders erwähnenswert sind hier die Streams- und die Date-and-Time-API.

Java 2017

Ausführliche Informationen zu Java EE 8, Java 9 und aktuellen Entwicklungen im Java-Umfeld gibt es in dem iX-Developer-Sonderheft, das unter anderem im heise Shop erhältlich ist.

Voraussichtlich wird Java EE 8 die letzte Version der Plattform unter dem aktuellen Lizenzmodell und Namen bleiben. Oracle hatte im August die Pläne bekanntgegeben, Java EE der Open-Source-Community zu übertragen. Mitte September konkretisierte das Unternehmen die Pläne und gab unter anderem bekannt, dass die Plattform unter dem Dach der Eclipse Foundation landen soll. Wichtig ist dabei, dass die Foundation nicht nur die Kontrolle über die Spezifikationen, sondern auch über die Referenzimplementierungen (RI), die Technology Compatibility Kits (TCK) und die Projektdokumentationen der von Oracle geführten Java-EE- und GlassFish-Technologie übernehmen soll.

Details zu den Neuerungen bei Java EE 8 lassen sich der Projektseite entnehmen. Dort sind auch die API-Dokumentation, ein Tutorial und das SDK zum Herunterladen verlinkt.

Siehe dazu auf heise Developer:

(rme)