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IT-Sicherheitsanbieter wollen mit Garantien Kunden anlocken

IT-Sicherheitsanbieter wollen mit Garantien Kunden anlocken


Sascha Mattke

WannaCry auf dem Mac? Ja, aber nur unter Windows.

Wenn Unternehmen trotz technischer Absicherung zum Opfer von Cyber-Angriffen werden, kann eine Versicherung helfen. Weil die Prämien dafür schwierig zu berechnen sind, springen neuerdings die Sicherheitsfirmen selbst ein.

Trotz hoher Ausgaben für IT-Sicherheit kommt es immer wieder zu teuren Einbrüchen in die Systeme von Unternehmen. Dieses Restrisiko lässt sich mit einer Versicherung abdecken, doch viele traditionelle Anbieter tun sich mangels Daten schwer damit, den richtigen Preis dafür zu berechnen. In diese Lücke stoßen nun IT-Sicherheitsfirmen selbst, indem sie Garantien für die Wirksamkeit ihrer Produkte und Dienstleistungen aussprechen. Das berichtet Technolgy Review online in „IT-Sicherheit mit Garantie“.

Um die eigenen finanziellen Interessen mit denen seiner Kunden in Einklang zu bringen, bietet zum Beispiel SentinelOne eine solche Garantie an: Wenn ein Kunde einem Ransomware-Angriff zum Opfer fällt, bekommt er von SentinelOne bis zu 1 Million Dollar. Ähnlich versprechen inzwischen auch andere Start-ups im Bereich Cybersicherheit sowie große Anbieter wie Symantec und McAfee, dass sie zahlen, wenn ihre Produkte oder Dienstleistungen versagen.

Steve Durbin, Geschäftsführer des nicht gewinnorientierten Information Security Forum, ist eher skeptisch: Ob Cybersicherheit-Garantien auf Dauer mehr sein werden als ein Marketing-Extra, müsse sich erst noch zeigen, sagt er. Allerdings hätten manche Anbieter bereits wertvolle Informationen gesammelt, weil sie die Leistung ihrer Produkte über mehrere Jahre beobachten konnten. Dadurch seien sie potenziell gut dafür aufgestellt, „einen Teil der Lücke zu schließen“, die es auf dem Versicherungsmarkt gibt.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)