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iPhone X 64 oder 256 GB: Vergleich der Apple-Smartphones

Sparen mit den Speicher-Tricks

| von Frederik Niemeyer

Das iPhone X ist kein billiger Spaß. Apples neues Vorzeige-Handy erleichtert Ihre Geldbörse um mehr als 1.000 Euro. Trotzdem macht es einen Unterschied, ob Sie nun 1.320 Euro (256GB) oder 1.150 Euro (256GB) ausgeben. Wer selbst beim neuesten Apple-Smartphone sparen will, bekommt von uns die passende Argumente.

iPhone X: So viel Speicherplatz ist frei

In unserem Test hatten wir das iPhone X mit 64 GByte Speicherplatz. Apple gibt wie alle anderen Hersteller auch stets den nominellen Speicherplatz an, nicht den tatsächlich für den Nutzer verfügbaren. iOS belegt knapp 6 GByte. Beim 64-GByte-Modell sind also knapp 58 GByte frei, das 256-GB-Modell bietet entsprechend 250 GByte. Den eminenten Speicherplatzunterschied lässt sich Apple gut bezahlen: Das iPhone X 64 GB ist mit einem Preis von rund 1.150 Euro 170 Euro günstiger als das Top-Modell, das 1.320 Euro kostet.

Übrigens: Microsoft rechnet die Gigabyte noch einmal um – das kennt man von Festplattenangaben. Windows-Nutzer haben beim kleinen Modell somit noch etwas über 54 „Gigabyte“ Platz, beziehungsweise Gibibyte, wie es korrekt heißen müsste. De Facto steht Windows-Nutzern somit für den Transfer von Mediendateien rund 15 Prozent weniger Speicher zur Verfügung als vom Produkt suggeriert. Immerhin wird das vom Hersteller auch entsprechend kommuniziert.

Wer zu wenig Speicher hat, muss häufiger Daten auf dem Rechner sichern.

iPhone X: 64 GB oder 256 GB?

Ob das für einen Anwender ausreicht, hängt natürlich vom Nutzungsverhalten ab. Wenn man vorhat, Audio-Dateien der gängigen Musikstreaming-Dienste in höchster Qualität zu speichern, zusätzlich viele Fotos und Videos aufnimmt, den ein oder anderen iTunes-Film und Spiele aus dem App-Store herunterlädt, dann ist man sicherlich mit dem iPhone X 256 GB besser bedient. Wer hingegen kein Problem damit hat, sich etwas zu begnügen und von Zeit zu Zeit auszumisten beziehungsweise umzulagern, wird aber auch mit dem 64-GB-Modell zurecht kommen.

Allerdings ist das iPhone X allein durch seinen hohen Einstiegspreis ein Handy der Extreme – und viele Nutzer, die bereit sind, so viel Geld auszugeben, um das coolste aktuelle Apple-Produkt zu bekommen, werden wohl auch noch die 170 Euro mehr auf den Tisch legen.

Das iPhone X gibt es mit 64 Gbyte oder 256 GByte Speicher: Die “große” Version kostet 170 Euro mehr.

iPhone Speicher erweitern: Per iCloud…

Trotzdem haben Sie mehrere Optionen, um auch mit dem 64-GB-Modell nicht unter übermäßiger Speicherknappheit leiden zu müssen. Zum einen steht jedem Apple-Nutzer Speicherplatz in der iCloud zur Verfügung. Magere 5 GByte sind frei, 50 GByte Cloudspeicher kosten monatlich 0,99 Cent, 20 GByte 2,99 Euro, für 2 TByte werden monatlich 9,99 Euro fällig. Die beiden letzten Cloudspeicher-Optionen lassen sich zudem mit Familienmitgliedern gemeinsam nutzen. Die Preise sind also durchaus fair.

iCloud ist elegant in das System integriert: Man kann beispielsweise einstellen, dass Apple Fotos immer mit der iCloud synchronisiert, bei knappem Speicherplatz aber nur komprimierte Versionen auf dem Handy behält. Die Bilder sehen trotzdem sehr gut aus, und wenn man ein Foto per Mail oder Messenger verschickt, wird wahlweise das Bild in voller Auflösung aus der Cloud genommen.

Erweiterbarer Speicher für Apple-Geräte

… oder ein USB-Pen-Drive

Weniger elegant, aber auf Dauer eventuell günstiger sind spezielle USB-Speichererweiterungen, die sich am Lightning-Anschluss andocken lassen, sogenannte Pen Drives. 64 GByte gibt es etwa für knapp 33 Euro. Der Preis des eher langsamen Sticks des Herstellers E-Mart ist noch ganz okay. Wer zu einem Markenhersteller wie Transcend greift, zahlt fast 60 Euro für 64 GByte. Der Transcend JetDrive Go überträgt Daten dafür flott per USB 3.1 an PC oder Mac. Dafür kann man alternativ aber auch die iCloud 50 GB fast 5 Jahre lang buchen und zudem von automatischem und Geräte-übergreifendem Datei-Sync profitieren. Ein Vorteil haben die Sticks aber wohl, wenn man mehrere Filme mit in den Urlaub nehmen möchte und dort keinerlei Internetverbindung besteht. Anderenfalls würden wir eher zum iCloud-Upgrade raten.


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