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iPhone-Brand: US-Versicherungsriese verklagt Apple

iPhone-Brand: US-Versicherungsriese verklagt Apple


Leo Becker


Das iPhone 4s führte Apple 2011 ein.

(Bild: dpa, How Hwee Young)

Nach Ansicht des Versicherers hat ein defektes iPhone den Brand im Haus einer Versicherungsnehmerin ausgelöst, der Hersteller sei fahrlässig. Es geht um einen Schaden von über 75.000 Dollar.

Das US-Versicherungsunternehmen State Farm hat Klage gegen Apple eingereicht: Dem iPhone-Hersteller wird vorgeworfen, durch Nachlässigkeit verantwortlich für einen Sachschaden bei einer Versicherungsnehmerin zu sein, die ebenfalls eine Entschädigungssumme erklagen will. Ein 2014 erworbenes iPhone 4s habe im April 2016 durch eine Fehlfunktion einen Brand im Haus der Mitklägerin ausgelöst, führt die von AppleInsider veröffentlichte Klageschrift aus – dies habe zu einem Sachschaden von über 75.000 Dollar geführt.

iPhone-Akku angeblich unmodifiziert

Der Akku des iPhones sei weder von der Besitzerin noch einer anderen Person ausgetauscht worden, schreiben die Kläger. Vorläufige Untersuchungen hätten ergeben, dass ein “signifikantes Hitzeereignis” im Bereich der Batterie aufgetreten sei, auch gebe es “Überbleibsel eines internen Kurzschlusses” – dies deute an, dass das Feuer dadurch ausgelöst wurde. Andere mögliche Feuerquellen habe es rund um Brandherd nicht gegeben.

“Design, Herstellung und Verkauf” des iPhones haben für die gefährliche und unsichere Situation gesorgt, so der Versicherer – Apple habe sich diesbezüglich nachlässig gezeigt. Die Kläger fordern Schadenersatz in noch unspezifizierter Höhe.

Berichte über iPhone-Akkubrände in China

Ende vergangenen Jahres gab es mehrere Berichte über Akkubrände beim iPhone 6 in China, laut Apple hatte in diesen Fällen “eindeutig eine externe physische Beschädigung zu dem Hitzeereignis geführt”.

Beim Akku bestimmter iPhone-6s-Modell musste der Hersteller 2016 einen Produktionsfehler einräumen: In einer “kleinen Zahl” an Geräten steckt eine Akku-Komponente, die bei der Produktion “kontrollierter Umgebungsluft” länger als vorgesehen ausgesetzt war – dabei handelt es sich aber um kein Sicherheitsproblem, betont Apple, betroffene Batterien werden kostenlos getauscht. Apple hat allein in den vergangenen zwei Jahren knapp 450 Millionen iPhones verkauft.


(lbe)