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iOS 11: In-App-Einkäufe sollen transparenter werden

iOS 11: In-App-Einkäufe sollen transparenter werden


Ben Schwan


In-App-Verkauf im App Store unter iOS 11.

(Bild: Apple)

Künftig ist es auf iPhone und iPad möglich, direkt im App Store In-App-Einkäufe vorzunehmen. Nutzern soll so klarer werden, was Freemium-Titel eigentlich kosten.

In-App-Einkäufe (In-App Purchases, IAP) sind für viele Nutzer von iOS-Mobilgeräten reichlich verwirrend: Die für Gratis-Anwendungen zusätzlich anfallenden Gebühren für weitere Funktionen, Inhalte oder Onlinedienste werden im App Store bislang gut versteckt angezeigt. Mit iOS 11, das im kommenden Monat erscheinen dürfte, soll sich das ändern: Dann ist es auch erstmals möglich, IAPs gleich direkt im App Store anzubieten.

Reklame für In-App-Einkäufe

Wie Apple auf seiner Entwickler-Website mitteilte, erlaubt der renovierte App Store in iOS 11, dass ein In-App-Einkauf noch vor dem Download der eigentlich App vorgenommen werden kann. So können Entwickler wichtige IAPs gleich vorab bewerben – und Nutzer von Freemium-Titeln sehen auf den ersten Blick, was sie (womöglich) zu löhnen haben.

Allerdings lässt sich die Funktion in der aktuellen Beta von iOS 11 noch nicht testen. Zudem scheint Apple derzeit nicht vorzusehen, wirklich alle IAPs im App Store kaufbar zu machen, sondern nur speziell beworbene (“Promoted IAPs”, wie sie Apple nennt). Entwickler müssen nämlich selbst dafür sorgen, dass ihre App mit solchen Transaktionen umgehen kann. Nur wenn dies gegeben ist, zeigt der App Store die Angebote auch an.

Einbau erst mit Golden-Master-Version von Xcode 9

Einbaubar ist das Feature zudem erst, sobald die Golden-Master-Version von Apples aktueller Entwicklungsumgebung Xcode 9 verfügbar (vermutlich Mitte September) ist – die notwendige Methode namens SKPaymentTransactionObserver darf erst dann integriert werden. Entsprechend müssen Apps auch erneut an Apples App-Review-Stelle geschickt werden, wenn sie “Promoted IAPs” anbieten wollen. Entwickler dürfen laut Apple auch entscheiden, welche IAPs auf welchen Geräten angezeigt werden, etwa, wenn man Inhalte nur fürs iPad bewerben will.


(bsc)