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Investor übernimmt Werke der insolventen Solarworld-Gruppe

(Bild: solarworld.de)

Insolvenzverwalter Horst Piepenburg hat einen Kaufvertrag mit der SolarWorld Industries GmbH unterschrieben. Sie soll “wesentliche Teile der Solarzellen- und Modulproduktion” weiterführen.

Die deutschen Werke des insolventen Solarkonzerns Solarworld werden von einem neuen Investor übernommen. Wie das Unternehmen mitteilte, schloss Insolvenzverwalter Horst Piepenburg einen Kaufvertrag mit der SolarWorld Industries GmbH.

Diese soll “wesentliche Teile der Solarzellen- und Modulproduktion” weiterführen und sich auch um den Vertrieb kümmern, hieß es. Solarworld hat Werke im sächsischen Freiberg und im thüringischen Arnstadt, in Freiberg betreibt das Unternehmen außerdem ein Forschungs- und Entwicklungszentrum. Die Zentrale ist in Bonn. 475 Mitarbeiter würden weiterbeschäftigt, die übrigen 1200 Arbeiter sollten in eine Transfergesellschaft übergehen.

Aktionäre werden nicht an Verkaufserlös beteiligt

Dem neuen Eigentümer würden fast alle Anlagen, Vorräte und noch ausstehende Forderungen übertragen, außerdem Anteile an den Auslandsgesellschaften des Solarkonzerns.

Unter den künftigen Eignern soll der “Solarworld”-Gründer und bisherige Vorstandschef Frank Asbeck sein. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters zählt auch ein Investor aus Katar dazu.

Ein Großteil des Kaufpreises bestehe in der Ablösung der Solarworld-Schulden. Aktionäre der bisherigen Solarworld AG hätten keine Aussicht, an den Erlösen des Verkaufs oder am restlichen Vermögen beteiligt zu werden.

Am Montag waren Beschäftigte des Photovoltaik-Herstellers in Freiberg über eine mögliche Transfergesellschaft informiert worden. Klarheit gebe es aber erst, wenn ein Kaufvertrag mit einem Investor zustande komme und die Gläubiger zustimmten, sagte ein Sprecher Piepenburgs. (mit Material der dpa) /


(anw)