/Intel Gemini Lake für Mini-PCs mit zweimal HDMI 2.0

Intel Gemini Lake für Mini-PCs mit zweimal HDMI 2.0

Intel Gemini Lake für Mini-PCs mit zweimal HDMI 2.0


Christof Windeck

Intel NUC7i5DNKE im flachen “K”-Gehäuse; hier hat nur eine HDMI-2.0a-Buchse auch HDCP 2.2 (Protected UHD).

(Bild: Intel)

Die nächste Generation der Celerons für billige Mini-PCs und Notebooks kommt als Celeron J4005, Celeron J4105 oder auch Pentium J5005 und kann zwei 4K-Displays per HDMI 2.0 ansteuern.

Zu den kommenden “Atom-Celerons” für Billig-Notebooks und 150-Euro-PC-Barebones sind weitere Details ans Licht gekommen. Demnach tragen diese Gemini-Lake-SoCs Namen wie Celeron J4005, Celeron J4105 und Pentium J5005 und können nicht nur eine HDMI-2.0a-Buchse direkt ansteuern, sondern gleich zwei. Zwei dieser HDMI-Buchsen sollen jedenfalls die Anfang 2018 – etwa zur CES in Las Vegas – erwarteten NUC-Barebones NUC7CJYH und NUC7PJYH “June Canyon” haben.

Sie folgen auf Arches Canyon alias NUC6CAYH mit Celeron J3455 (Apollo Lake): In diesem Barebone übernimmt ein Level Shifter/Protocol Converter (LSPCon-Chip) die Umsetzung von DisplayPort 1.2 mit HDCP 2.2 auf HDMI 2.0a.

Intel Gemini Lake-J (Goldmont+)
Prozessor Kerne Takt
Pentium J5005 4 2,8 GHz
Celeron J4105 4 2,5 GHz
Celeron J4005 2 2,7 GHz

Die erwähnten “J”-Version von Gemini Lake dürften wie ihre Vorgänger mit 10 Watt TDP spezifiziert sein; vermutlich erscheinen auch wieder “N”-Typen mit 6 Watt TDP für akkubetriebene (Mobil-)Rechner.

Quad-Core-i-NUCs

Der Webseite CNX-Software.com wurde eine inoffizielle Präsentation zugespielt, die die erwähnten June-Canyon-NUCs enthält. Sie verzeichnet aber auch NUC-Versionen mit 15-Watt-U-Prozessoren mit vier Kernen, also Core i3/i5/i7-8000. Diese “Bean Canyon”-NUCs kommen erst später im Jahr 2018, wie üblich pro CPU-Version (i3/i5/i7) in je zwei Gehäusevarianten, also als NUC8i3BEH, NUC8i3BEK, NUC8i5BEH, NUC8i5BEK, NUC8i7BEH und NUC8i7BEK.

Diese Bean-Canyon-NUCs haben alle je eine HDMI-2.0a-Buchse und eine Thunderbolt-3-Buchse, die auch DisplayPort-1.2-Signale liefert sowie USB 3.1 Gen 2.

Kaby oder Coffee?

Möglicherweise hat sich auch Intels NUC-Team in den hauseigenen Codenamen verheddert: Die Core i-8000U-Typen werden darin als “CFL-U” bezeichnet, also als Coffee-Lake-Typen. Bei der Ankündigung der 15-Watt-Quads legte Intel aber Wert auf die Bezeichnung Kaby Lake Refresh (KBL-R-U). Diese Typen sind bereits in Notebooks lieferbar und zeigen gute Performance.

Vielleicht deutet CFL-U aber auch darauf hin, dass Intel Mitte nächsten Jahres von Kaby Lake-R-U auf Coffee Lake-U umsteigt. Die für die Bean-Canyon-NUCs vorgesehenen Core i-8000 sollen jedenfalls 28 Watt TDP haben. Das signalisiert kräftigere GPU-Versionen als bei den 15-Watt-U-Chips.

Gamer-Minis

Ebenfalls 2018 will Intel auch Nachfolger des teuren “Skull Canyon”-NUC für PC-Spieler herausbringen. In diesen NUCs namens Hades Canyon und Hades Canyon-VR sollen zusätzliche Grafikchips stecken; den Zulieferer – AMD oder Nvidia – verrät das Dokument leider nicht. Auch hier verwirren die CPU-Bezeichnungen, denn statt “KBL-H” hätte man dort CFL-H erwartet: Die “H”-Typen sind 45-Watt-Prozessoren für kräftige Gaming-Notebooks. In Hades Canyon sollen aber noch keine Sechskerner stecken, sondern Quad-Cores.


(ciw)