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Intel Core i7-8700K mit sechs Kernen und 4,7 GHz

Intel Core i7-8700K mit sechs Kernen und 4,7 GHz

Update


Christof Windeck

Intel Core i-8000 im LGA1151-Gehäuse

(Bild: Intel)

Als “besten Prozessor für PC-Gaming” bewirbt Intel den kommenden Core i7-8700K mit sechs Coffee-Lake-Kernen und besonders hoher Single-Thread-Performance.

Frühstart: Eigentlich startet Intels Core-i-8000-Familie für Desktop-PCs wie bereits bekannt am 5. Oktober. Doch schon jetzt gibt Intel die Berichterstattung frei, sofern es nicht um Benchmarks geht: Testmuster des Core i7-8700K und des Core i5-8600K wurden bisher erst an wenige Redaktionen verschickt.

Außer diesen beiden Spitzenmodellen des Core i-8000 für Desktop-PCs kommen am 5. Oktober noch vier weitere Typen in den Handel, die auf ebenfalls neuen Mainboards mit dem neuen Chipsatz Z370 laufen. Diese Boards besitzen weiterhin die bekannte Fassung LGA1151, doch es laufen nur Coffee-Lake-Prozessoren darin. Weder funktionieren diese Prozessoren auf älteren LGA1151-Mainboards mit Z270 oder H270, noch umgekehrt auf Z370-Mainboards die bisherigen LGA1151-Prozessoren der Kaby-Lake-Generation.



Intel Core i-8000: Die der Sechskerner

Intel Core i-8000: Die der Sechskerner

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Bild: Intel



Erst Anfang 2018 erweitert Intel die Coffee-Lake-Familie und bringt dann auch billigere Prozessoren mit zwei und vier Kernen sowie weitere Serie-300-Chipsätze. Der frühe Start von Z370 und Core i7-8700K dient vor allem als AMD-Ryzen-Konter vor dem Weihnachtsgeschäft.

Preisrutsch

Mit dem Core i3-8100 zum Listenpreis von 117 US-Dollar bringt Intel den ersten Core-i-Quad in die 100-Euro-Region; der bisher billigste Vierkerner Intel Core i5-7400 stand mit 182 US-Dollar in der Liste. Zwar muss man bei den Core-i3-Quads auf Turbo verzichten, der Core i3-8100 taktet aber ohnehin höher als der Core i5-7400. Mit diesen Preisabschlägen reagiert Intel offensichtlich auf AMD Ryzen 3.

Mit dem Core i5-8400 verkauft Intel ab 5. Oktober einen Sechskerner zum bisherigen Preis des erwähnten Vierkernes Core i5-7400 und auch den Core i7-8700 gibts zum Preis des bisherigen Intel Core i7-7700. Nur die übertaktbaren K-Typen mit den höchsten Turbostufen werden etwas teurer.

Intel Core i-8000 (Coffee Lake, LGA1151, Serie-300-Mainboards)
Prozessor Kerne/Threads Takt nom./Turbo L3-Cache TDP Preis
Core i7-8700K 6/12 3,7/4,7 GHz 12 MByte 95 W 359 US-$
Core i7-8700 6/12 3,2/4,6 GHz 12 MByte 65 W 303 US-$
Core i5-8600K 6/6 3,6/4,3 GHz 9 MByte 95 W 257 US-$
Core i5-8400 6/6 2,8/4,0 GHz 9 MByte 65 W 182 US-$
Core i3-8350K 4/4 4,0/- GHz 6 MByte 91 W 168 US-$
Core i3-8100 4/4 3,6/- GHz 6 MByte 65 W 117 US-$
zum Vergleich: Core i-7000 (Kaby Lake, LGA1151, Serie-200-(100-)Mainboards)
Core i7-7700K 4/8 4,2/4,5 GHz 8 MByte 95 W 339 US-$
Core i7-7700 4/8 3,6/4,2 GHz 8 MByte 65 W 303 US-$
Core i5-7600K 4/4 3,8/4,2 GHz 6 MByte 95 W 242 US-$
Core i5-7600 4/4 3,5/4,1 GHz 6 MByte 65 W 213 US-$
Core i5-7400 4/4 3,0/3,5 GHz 6 MByte 65 W 182 US-$
Core i3-7350K 2/4 4,2/- GHz 4 MByte 91 W 168 US-$

Kleine Änderungen

Für die integrierte Prozessorgrafik (IGP), die jetzt statt “HD Graphics” Intel UHD Graphics 630 beziehungsweise UHD Graphics 620 heißt, verspricht Intel einen HDR-tauglichen Windows-10-Treiber. Das bringt bisher wenig, weil Netflix und YouTube noch keine Videos mit hohen HDR-Kontrasten über Windows-Browser und -Apps ausliefern. Aber jedenfalls benötigt man dann zum Schneiden und Bearbeiten von HDR-Videos keine separate Grafikkarte.

Ansonsten hat sich an der GPU im Vergleich zu Kaby Lake nichts getan, bis auf etwas höhere Frequenzen je nach CPU-Typ. HDMI 2.0 muss weiterhin über einen LSPCon-Chip via DisplayPort angebunden werden und bleibt somit wohl weiterhin eher teuren Mainboards vorbehalten.

Ein paar Änderungen sollen Übertaktern helfen, noch höhere Frequenzen herauszukitzeln. So lassen sich etwa die Latenzen des RAM künftig im laufenden Betrieb ändern. Die K-Typen steuern DDR4-SDRAM mit bis zu 1333 MHz an (DDR4-2666), bei den normalen Coffee-Lake-S-(CFL-S-)Varianten bleibt es bei DDR4-2400 wie bei Kaby Lake.


(ciw)