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IFA: Upgrade: Neue Kameramodule für das Fairphone 2


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Upgrade: Neue Kameramodule für das Fairphone 2


Julius Beineke

Fairphone hat für sein aktuelles Smartphone Fairphone 2 ein neues und vor allem bessere Kameramodul zum einfachen Austauschen präsentiert.

(Bild: asp)

Der niederländische Smartphone-Hersteller Fairphone hat auf der IFA Kamera-Upgrades für das Fairphone 2 vorgestellt. Nutzer können ihr Smartphone nun selbst mit einer verbesserten Front- und Hauptkamera aufrüsten.

Es gibt Upgrades für die Front- und Hauptkamera des Fairphone 2. Damit will das modular konzipierte Gerät das derzeit einzige Smartphone sein, das Anwender selbst unkompliziert reparieren und nun auch verbessern können.

Jedes neu ausgelieferte Fairphone 2 ist ab dem 31.08.2017 standardmäßig mit den neuen Kameras ausgestattet – Besitzer eines älteren Modells können diese einzeln nachrüsten. Für eine bessere Kamera ist also kein neues Gerät erforderlich.

Neue Kameramodule

Die neu vorgestellte Hauptkamera knipst mit 12 Megapixeln. Außerdem ist ein Doppelblitz verbaut, der für natürlichere Beleuchtung sorgen soll. Die alte Kamera schafft nur acht Megapixel und Videos in bis zu 1080p HD.In Sachen Video hat sich beim neuen Modul nichts getan – 4K könnte allerdings über ein Software-Update folgen.

Die neue Frontkamera bringt es auf fünf Megapixel – die alte nur auf zwei. Außerdem bietet das aktuelle Modell eine verbesserte Linse, die kürzere Belichtungszeiten ermöglicht.

Die Frontkamera ist zusammen mit Klinken-Anschluss und LED im sogenannten Top-Modul integriert. Die Hauptkamera steckt hingegen in einem separaten Kamera-Modul. Legen Nutzer etwa keinen Wert auf Selfies, können sie also auch nur die Hauptkamera aufrüsten, das alte Top-Modul jedoch behalten.

Ein aktuelles Kameramodul für das Fairphone 2 kostet 45 Euro, für ein Top-Modul werden 30 Euro fällig. Beide Module sind auch im Set für 70 Euro erhältlich.

Nachhaltigkeit durch Modularität

Fairphone will mit dem modularen Aufbau seiner Smartphones für deren hohe Langlebigkeit und somit Nachhaltigkeit sorgen.

Die Geräte sind leicht zerlegbar, neue oder Ersatzmodule lassen sich separat kaufen und vom Nutzer selbst einbauen. Dafür braucht man etwa bei Akku und Display keinerlei Werkzeug, für die anderen Module nur einen kleinen Kreuzschlitz-Schraubendreher.

Beim Zerlegen in die einzelnen Module bleibt die Garantie erhalten, Anleitungen gibt’s auf der Herstellerseite. So sollen Fairphone-Benutzer ermutigt werden, ihre Smartphones selbst zu reparieren, zu pflegen und aufzurüsten – und somit länger zu nutzen.

Derzeit verwenden circa 135.000 Endanwender das modulare Smartphone. Laut Fairphone-CEO Bas van Abel ist Deutschland der größte Markt für das Fairphone 2. Die Hälfte der produzierten Geräte gehen an deutsche Kunden – mit Berlin als größtem Ballungsort von Fairphone-Käufern und Benutzern.

Zur IFA siehe auch die Sonderbeilage von Heise Medien:

(jube)