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IFA: Trekstor zeigt wasserdichte Business-Smartwatch mit Windows und Kamerafunktion


IFA

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Trekstor zeigt wasserdichte Business-Smartwatch mit Windows und Kamerafunktion


Alexander Spier

Zwei Smartwatches hat Trekstor auf der IFA dabei, links das Exemplar mit Windows IoT, rechts die Android-Variante.

(Bild: asp)

Trekstor hat zwei Smartwatches für Geschäftskunden entwickelt. Die Uhren lassen sich auf spezielle Aufgaben anpassen, sollen etwa den Reinigungskräften in einem Hotel die Arbeit erleichtern. Wahlweise gibt es die Uhren mit Windows oder Android.

Auch Trekstor hat nun smarte Uhren im Angebot, allerdings äußerst ungewöhnliche. Sie haben nicht nur eine 5-Megapixel-Kamera, sie laufen auch auf völlig anderen Betriebssystemen: Wahlweise nutzen sie Windows 10 IoT Core oder ein vollständiges Android, statt etwa das auf Uhren angepasste Android Wear. Daher lassen sich die Uhren auch autark benutzen und die Kunden können ihre Software für die Smartwatch anpassen.

Die erste Umsetzung ist der Trekstor Smartagent, eine Uhr auf Basis von Windows 10 IoT Core, die im Hotelbereich zum Einsatz kommt. So kriegen Mitarbeiter auf der Uhr angezeigt, welche Zimmer sie heute reinigen müssen, ob der Gast bereits ausgecheckt oder ob er gerade nicht gestört werden will.

Tablet am Handgelenk

Im Gegenzug kann das Personal Schäden über die Uhr melden und per Kamera dokumentieren oder mitteilen, wenn die Minibar geplündert wurde. Ist der Mitarbeiter mit dem Zimmer fertig, kann er das ebenfalls melden. Der Zimmerstatus taucht dann unmittelbar in der Hausverwaltung auf. Die gezeigte Anwendung kommt mit möglichst wenig Text aus und soll sich schnell erfassen lassen, so dass auch ungelernte Kräfte die Uhr ohne viel Training einsetzen können.

Für die Eingaben steht ein 1,5 Zoll großer Touchscreen mit 320 × 320 Pixeln zur Verfügung. Er kann auch mit Handschuhen bedient werden, ebenso sind Sprachsteuerung und das Versenden von Sprachnachrichten möglich. Ein Vibrationsalarm weist auf neue Benachrichtigungen hin. Um sich am System anzumelden hält der Mitarbeiter seine Karte an den integrierten NFC-Leser.

Robust und vor Wasser geschützt

In der Uhr steckt ein Qualcomm-Chip mit vier ARM-Cortex-A7-Kernen. Der 430-mAh-Akku soll über den Arbeitstag halten. Das Gehäuse ist nach IP67-zertifiziert, also vor Staub und Spritzwasser geschützt, und kann kurzzeitig in Wasser eintauchen.

Angebunden ist der Smartagent über WLAN und Bluetooth, ein Smartphone ist nicht zwingend notwendig. Vorteil gegenüber Lösungen mit Tablet oder Smartphone: Es ist nicht nötig Zugriff auf Browser oder Facebook-App zu sperren, denn auf dem Windows-System läuft keine herkömmliche Software. Aber auch andere Gründe sprechen für den Einsatz von Windows: Microsoft verspricht 10 Jahre Updates für die IoT-Version und das Ganze lässt sich einfach in eine Windows-Umgebung und auch in die Cloud-Plattform Azure einbinden.

Für die Android-Version gibt es zwar noch keine konkrete Umsetzung, auf dem gezeigten Exemplar lief aber ein herkömmliches Android mit Apps und Widgets.


(asp)