/IFA: Sharp bringt 8K-Fernseher im März 2018 nach Europa

IFA: Sharp bringt 8K-Fernseher im März 2018 nach Europa


IFA

:

Sharp bringt 8K-Fernseher im März 2018 nach Europa


Martin Fischer

8K-Fernseher von Sharp

(Bild: Sharp/heise online)

Sharp will im März einen 8K-Fernseher nach Europa bringen. Er zeigt die 16-fache Full-HD-Auflösung und skaliert Full-HD- und 4K-Inhalte hoch.

Die japanische Firma Sharp hat ein 8K-LCD-Fernsehgerät mit einer 70-Zoll-Bildschirmdiagonale angekündigt. Das unter der Bezeichnung Sharp Aquos 8K LC-70X500 laufende Gerät soll im März kommenden Jahres auf dem europäischen Markt erhältlich sein. Zuvor kommt es in China (Oktober 2017), Japan (Dezember 2017) und Taiwan (Februar 2018) in den Handel. Laut einem Bericht der Nachrichten-Website Japan Today soll das Gerät eine Million Yen kosten, was umgerechnet rund 7600 Euro wären. Europreise hat Sharp bisher nicht mitgeteilt, ebenso wenig wie genaue Spezifikationen.

8K: 16-fache Full-HD-Auflösung



8K-Receiver von Sharp

8K-Receiver von Sharp

Vergrößern

Bild: Sharp



Der Aquos 8K LC-70X500 zeigt Bilder mit einer Auflösung von 7680×4320 Pixeln – jedes Einzelbild besteht also aus 33,1 Megapixeln. Zum Vergleich: 4K-Bilder zeigen 8 Millionen Pixel, Full-HD-Bilder nur 2 Millionen Pixel pro Einzelbild. Full-HD- und 4K-Material skaliert der Fernseher auf 8K hoch. Die kommerzielle Ausstrahlung von 8K-Inhalten soll in Japan im Dezember 2018 beginnen, wie Japan Today schreibt. Zum Ansehen von 8K-Broadcasts benötigt man allerdings noch einen separat erhältlichen Receiver.

Japan plant, die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio in der 8K-Auflösung zu übertragen. Bereits seit August 2016 gibt es dort erste Feldversuche mit der 8K-Übertragung. Im Oktober 2016 hat Sharp den ersten Satellitenempfänger für das 8K-TV-Format Super Hi-Vision vorgestellt.

Hohe Anforderungen für 8K-Übertragung

Die Übertragung von 8K-Inhalten stellt Entwickler von Kameras, Empfangsgeräten und Sende-Equipment aufgrund der immensen Datenmengen vor große Herausforderungen – besonders hinsichtlich der Live-Übertragung. Die Echtzeit-Verarbeitung von 8K-Inhalten ist äußerst rechen- und bandbreitenintensiv.

In Deutschland mangelt es derweil noch an Quellen für 4K-Videoinhalte. Nutzer mit 4K-Fernsehern sind deshalb vor allem auf Streaming-Anbieter wie Netflix und Amazon angewiesen, die bestimmte Filme und Serien in der 4K-Auflösung senden – allerdings noch mit vergleichsweise geringer Bitrate im Vergleich zu 4K Ultra HD Blu-rays.


(mfi)