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IFA: Premium Ultra HD: Logos künftig auch für 4K-Mediaplayer und -Komplettrechner


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Premium Ultra HD: Logos künftig auch für 4K-Mediaplayer und -Komplettrechner


Nico Jurran

Die UHD Alliance will mehr Mindeststandards für weitere Produktgruppen festlegen. Und sie will Anwender aufklären und ihnen helfen, sich im Logo- und Bezeichnungs-Wirrwar besser zurechtzufinden

Bei der Auswahl eines Ultra-HD-Fernsehers oder eines Players für Ultra HD Blu-rays können sich Käufer am “Ultra HD Premium”-Logo orientieren, das Mindestvoraussetzungen bei der Erstellung, Verbreitung und Wiedergabe von 4K-Inhalten festlegt.

Zur MWC hatte die hinter dem Zertifizierungsprogramm stehende Industrievereinigung UHD Alliance bereits ihr “Mobile UHD Premium”-Logo für Smartphones, Tablets und Laptops präsentiert, nun will sie dieses nach eigenen Angaben weiter ausbauen.

Auf immer mehr Geräten

Künftig soll das Logo beispielsweise auch auf 4K-taugliche Mediaplayer kleben – und an Komplettrechnern. Einzelne Rechnerkomponenten wie UHD-BD-Laufwerke sollen aber nicht zertifiziert werden.



Stehen im Rahmen der IFA Journalisten Rede und Antwort: Michael Zink (links) und Michael Fidler, Vorsitzender und Präsident der UHD Alliance.

Stehen im Rahmen der IFA als Vorsitzender beziehungsweise Präsident der UHD Alliance Journalisten Rede und Antwort: Michael Zink und Michael Fidler (v.l.n.r).

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Angedacht ist laut Michael Zink, dem Vorsitzenden der UHD Alliance, auch ein Zertifizierungsprogramm für UHD-TV-Receiver. Allerdings ließen sich die Vorgaben des aktuellen “Ultra HD Premium”-Logos nicht 1:1 übernehme. Darin wird bislang ausschließlich HDR10 als Verfahren für Videobilder mit erhöhtem Kontrast (High Dynamic Range, HDR) genannt. TV-Sender bevorzugen bei der 4K-HDR-Übertragung aber das Konkurrenzformat Hybrid-Log Gamma. HLG ist das abwärtskompatibel zur Ausstrahlung mit Standardkontrast (Standard Dynamic Range, SDR).

Aufklärung und Hilfe

Daneben will die UHD Alliance Konsumenten besser über die Themen rund um Ultra HD Video aufklären. Eine Website soll dabei verständlich die 4K-Auflösung, HDR und den erweiteren Farbraum erläutern. Laut Erhebungen ist HDR aktuell in unter 50 Prozent der US-Haushalte bekannt. Andererseits gehen Marktforscher davon aus, dass bis 2020 bereits in 50 Prozent der US-Haushalte ein UHD-Fernseher stehen wird und bis 2021 in rund einem Drittel aller Haushalte weltweit.

Schließlich will die Organisation auch Hilfe anbieten, wenn Probleme bei der Installation und beim Betrieb von UHD-Komponenten auftreten. Dazu soll in den kommenden Monaten die gesamte 4K-Wiedergabekette analysiert und eventuelle Problemstellen identifiziert werden.


(nij)