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IFA: IFA 2017: Innovationen, Startups, Droidcon


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IFA 2017: Innovationen, Startups, Droidcon


Volker Briegleb

Die IFA 2017 hat auch wieder Unterhaltungswert: GfU-Chef Hans-Joachim Kamp, “MIss IFA” und Messe-CEO Christian Göke im Kreis von Cosplayern und Breakdancern.

(Bild: heise online)

Fernseher und Kühlschränke sind das Brot-und-Butter-Geschäft der IFA, doch will die Messe Berlin mit einem neuen Format auch über den Tellerrand hinausgucken. Erstmals findet die Android-Entwicklerkonferenz Droidcon im Rahmen der IFA statt.

Eine Woche vor Eröffnung der Elektronikmesse IFA ist die Stimmung in der Branche prächtig. “Das Konsumklima ist so gut wie seit 16 Jahren nicht mehr”, erklärte der Chef des Branchenverbands GfU, Hans-Joachim Kamp, am Donnerstag in Berlin. Nach einem guten ersten Halbjahr erwartet die Branche ein starkes Weihnachtsgeschäft. Bei gestiegenen Einkommenserwartungen der Verbraucher sei Geld da, um die auf der IFA gezeigten Produkte dann auch zu kaufen, sagte Kamp.

Gute Stimmung

Knapp 12,5 Milliarden Euro nahmen die Hersteller mit Unterhaltungselektronik im ersten Halbjahr 2017 in Deutschland ein – ein Umsatzzuwachs von 2,4 Prozent. Mit Hausgeräten, die seit einigen Jahren ebenfalls zum festen Bestandteil der Messe gehören, verzeichneten die Anbieter ein Plus von 2,2 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro Umsatz. Der GfU-Chef betonte die wichtige Rolle, die die IFA als Ordermesse mit einem Ordervolumen von rund 4,5 Milliarden Euro für die Branche und den Handel spiele.

Bei der klassischen Unterhaltungselektronik waren es einmal die Fernsehgeräte, die solides Wachstum (+3,1%) zeigten. Bei der Kaufentscheidung für einen neuen Fernseher spielte erstmals die höhere Auflösung und nicht nur die Größe die wichtigste Rolle; hier macht sich der Trend zu 4K/UHD bemerkbar. Für das Gesamtjahr rechnet die Branche mit gut sieben Millionen verkauften Geräten, davon 2,6 Millionen 4K-Geräte. OLED-Fernseher sind noch eine Nische, die Hersteller rechnen aber mit einer Verdopplung der in Deutschland verkauften Geräte auf rund 90.000.

Absatzmotor DVB-T2

Durch die Einführung des neuen terrestrischen Fernsehformats DVB-T2 und die Abschaltung des analogen Kabelsignals in drei Bundesländern ging der Absatz von Receivern durch die Decke, hier verzeichnete die GfU ein Plus von 255 Prozent. Auch bei Spielkonsolen (+44%) und Smartphones (+4%) zeigt die Kurve weiter nach oben.

Unterdessen wächst auch die IFA und verändert sich. Der im vergangenen Jahr ausgelagerte Fachbesucherbereich IFA Global Markets verdoppelt seine Fläche. Auf dem Marktplatz in der Station Berlin, die unter anderem Konferenzen wie die re:publica beherbergt, kommen Auftraggeber, OEM-Hersteller und Zulieferer zusammen. “Es gibt sonst in Europa keinen Sourcing-Markt für die Hersteller”, sagte IFA-Chef Jens Heithecker.