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IFA: Fitbit-Neuheiten: Fitness-Smartwatch Ionic & Waage Aria 2

Bild: Fitbit

Fitbit verschmilzt mit seiner neuen Ionic Smartwatch und Fitnesstracker. Die Uhr erinnert in Puncto Design und Ausstattung an Smartwatches, bringt aber viele Fitness-Funktionen mit und funktioniert auch ohne Smartphone.

Passend zum zehnjährigen Geburtstag zeigt Fitbit heute ein neues Produktportfolio. Wichtigster Bestandteil ist die Ionic, dazu gibt es noch ein kabelloses Headset sowie eine smart scale – eine schlaue Waage.

In Deutschland ist das amerikanische Unternehmen mit seinen Fitnesstrackern Charge 2 (Testbericht) und Flex 2 (Testbericht) Marktführer mit einem Marktanteil von 76 Prozent. Der Markt soll den Marktforschern von IDC zufolge noch stark wachsen: Bis 2021 rechnet das Unternehmen mit einer Verdoppelung der Verkaufszahlen.



Bild: Fitbit

Die Ionic sieht auf den ersten Blick mehr wie eine Smartwatch à la Apple Watch aus als wie ein Fitness-Tracker. Dafür verantwortlich zeigt sich das Gehäuse aus Aluminium mit dem großen Farb-Touchscreen, der von Gorilla Glass geschützt wird. Auch die Ausstattung ist für einen Fitness-Tracker sehr großzügig: Dank integriertem GPS und eigenem Speicher funktioniert die Ionic beim Sport ohne Verbindung zum Smartphone, gibt MP3-Musik per Bluetooth wieder und hat einen integrierten Pulsmesser.

Obwohl die Ionic nicht auf Android Wear basiert, sondern ein proprietäres Betriebssystem mitbringt, soll es einen eigenen App-Store geben. Ob Fitbit es schafft, genügend Entwickler zu finden, die den App-Store füllen, wird die Zeit zeigen. Im Vergleich zu anderen Smartwatches ist die Akkulaufzeit gigantisch: Bis zu vier Tage soll die neue Fitbit-Uhr am Stück durchhalten. Ob dieser Wert auch der Praxis entspricht, werden wir demnächst in einem Test ermitteln.


Fitbit Ionic


Fitbit Ionic

Eine neue Software namens Fitbit Coach soll sich wie ein menschlicher Fitness-Trainer verhalten und das Trainingsprogramm an die Bedürfnisse und Fähigkeiten des Nutzers anpassen.

Ansonsten ist noch die Dual-Antenne für GPS erwähnenswert. Sie soll extrem genaue Ortungen ermöglichen und damit präzise Geschwindigkeit und Wegstrecke, etwa beim Joggen, ermöglichen. Auch Schwimmer kommen auf ihre Kosten, denn die Ionic ist bis zu einer Tiefe von 50 Metern wasserdicht. Dazu gibt es noch NFC für bargeldlose Zahlungen, aber ob und wann das auch in Deutschland zum Einsatz kommen wird, wissen wir noch nicht.



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Neben der Smartwatch stellt Fitbit heute noch die kabellosen Ohrhörer Flyer vor. Sie sind speziell auf die Bedürfnisse von Joggern und Sportlern ausgerichtet: Zwei Ohrstöpsel, die mit Kabel im Nacken verbunden sind, keine schwere Technik, alles integriert. Sie sind wasser- und schweißfest.

Mit einer Akkuladung sollen sie 6 Stunden am Stück funktionieren und schnell wieder aufgeladen sein. Jeder Ohrhörer bringt ein Mikrofon mit. Verbindet man die Flyer direkt mit der Ionic, kann man auf die 2,5 GByte große MP3-Sammlung der Smartwatch zurückgreifen, ansonsten lassen sich die Flyer natürlich auch per Bluetooth mit dem Smartphone koppeln.



Bild: Fitbit

Die dritte Produktankündigung kurz vor der IFA ist die Aria 2 – eine neue Version der Körperwaage. Einmal per Smartphone-App eingerichtet, ist die Smart Scale per WLAN mit dem Internet verbunden. Sie misst für bis zu acht Nutzer Gewicht, Körperfett und berechnet den Body Mass Index und synchronisiert sich mit Apps auf dem Smartphone sowie mit Fitness-Trackern des gleichen Herstellers.

Die Daten werden in der Cloud abgelegt, sollen aber gegen neugierige Blicke geschützt sein – jedenfalls können die Nutzer einer Waage nicht die Profile der anderen Nutzer einsehen. Mit einer Akkuladung soll die Aria 2 ein Jahr durchhalten.

Die Markteinführung der neuen Produkte soll im Oktober 2017 erfolgen. Als Preis für die Ionic-Smartwatch nennt der Hersteller 349 Euro, einen Kostenunterschied zwischen den verschiedenen Farbvarianten gibt es nicht.

Der Flyer-Kopfhörer kostet im Fitbit-Onlineshop knapp 130 Euro, die Waage Aria 2 ebenfalls knapp 130 Euro.

Update: In einer früheren Version dieses Beitrags hieß es fälschlicherweise, dass die Preise erst auf der IFA bekanntgegeben werden.

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