/IFA: Anprobiert: Polars neuer optischer Pulsmesser für den Einsatz am Arm

IFA: Anprobiert: Polars neuer optischer Pulsmesser für den Einsatz am Arm


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Anprobiert: Polars neuer optischer Pulsmesser für den Einsatz am Arm


Nico Jurran

(Bild: heise online / Nico Jurran)

Nach Brustgurten und Pulsmessung am Handgelenk hat Polar nun eine neue Variante zur Messung der Herzfrequenz vorgestellt: Der OH-1 ist ein (auch) autark arbeitender Pulsmesser, den man am Ober- oder Unteram trägt. Wir haben ihn angelegt.

Wer seine Herzfrequenz genau erfassen wollte, kam lange Zeit nicht um den Einsatz eines Brustgurts herum. Daran konnten zunächst auch Sportuhren, Aktivitätstracker und Smartwatches nichts ändern, die über LEDs auf der Gehäuserückseite die Haut des Nutzers durchleuchten und anhand des erfassten Blutstroms die Herzfrequenz errechnen. Diese Methode war anfangs einfach zu ungenau.

Polar ist nach eigenen Angaben nun aber soweit, eine echte Alternative zum Brustgurt anbieten zu können: mit dem ab Mitte September für rund 80 Euro erhältlichen OH1, der eine ebenso genaue Messung bieten soll wie ein Brustgurt, sich aber am Ober- oder Unterarm tragen lässt. Die genutzte Technik mit sechs LEDs entspricht dabei der, die Polar auch bei seiner neuen Sportuhr M430 nutzt – und mit der sich dort dank der Erfassung der Herzfrequenzvariablität auch bereits die Fitness des Nutzers messen lässt.

Einsatzgebiete

Der OH1 soll beispielsweise Anwender ansprechen, die beim Sport ungerne einen Brustgurt anlegen, aber genaue Werte wünschen. Weiterhin richtet sich das Gerät an Menschen, die einen Sport ausüben, bei denen sie keine Sportuhr tragen können oder wollen. Auch eine Nutzung beim Wassersport ist möglich: Der OH1 ist laut Polar bis zu 30 Metern wasserdicht und fürs Schwimmen freigeben.



Der OH1 kommt mit einem waschbaren, verstellbaren Textilband.

Der OH1 kommt mit einem waschbaren, verstellbaren Textilband.

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Bild: heise online / Nico Jurran


Die ermittlerten Werte kann der neue Gurt per Bluetooth Low Energy an passende Sportuhren, Smartwatches und Mobilgeräten mit installierter Fitness-App senden. Alternativ zeichnet er autark Trainingseinheiten bis zu einer Gesamtdauer von bis zu 200 Stunden auf. Energie bezieht der OH1 über einen eingebauten Akku, den man über eine Mini-Ladeschale mit USB-Anschluss lädt. Eine Akkuladung soll für eine Laufzeit von bis zu 12 Stunden reichen.

Anprobiert

Wir konnten ein Vorserienmodell des OH1 ausprobieren. Der Sensor ließ sich über das Programm “Polar FlowSync” (für Windows-PCs und Macs) problemlos im Nutzerkonto registrieren. Dabei gibt man unter anderem an, ob man den OH1 am linken oder rechte Arm trägt und ob am Ober- oder am Unterarm. Danach konnten wir den Pulsmesser an einem Test-iPhone über die “Polar Beat”-App (auch für Android verfügbar) koppeln.

Der OH1 trug sich mit dem verstellbaren Textilband am Oberarm recht bequem, saß aber durchaus fest. Polars Angaben, der Sensor würde an dieser Position weniger leicht verrutscht und messe beim Sport daher exakter als der Pulssensor in vielen Uhren am Handgelenk, erscheint da durchaus plausibel. Auch erschienen die vom OH1 gemessenen Werte im Kurztest realistisch. Ob sie so exakt sind wie versprochen, müssen wir aber noch in einem ausführlicherem Test überprüfen.


(nij)