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IDE für Programmiersprache Go: Aus Gogland wird GoLand

Aus Gogland wurde GoLand: JetBrains veröffentlich Go-IDE

Neben zahlreichen Updates bestehender Entwicklungsumgebungen hat JetBrains nun die erste Version der auf Googles Programmiersprache Go ausgerichteten IDE herausgegeben.

Gut ein Jahr nach der ersten Ankündigung, dass JetBrains an einer speziell auf Googles Programmiersprache Go zugeschnittenen Entwicklungsumgebung arbeitet, ist die IDE nun erschienen. Auf dem Weg vom Prototyp zum Release hat sie das “g” im Namen abgelegt und heißt nun GoLand statt Gogland. Die Namensänderung hatte der tschechische Toolhersteller als Wettbewerb ausgerufen, zu dem ein Blogbeitrag neben den Details auch einige amüsante Vorschläge zusammenfasst.

GoLand baut auf JetBrains IntelliJ IDEA und bietet speziell auf Go zugeschnittene Hilfen beim Editieren wie Formatierung, Autovervollständigung, Navigation, Refactoring-Funktionen und Fehleranalyse. Darüber hinaus bietet es das Plug-in-System von IntelliJ IDEA für Erweiterungen. Derzeit existieren insgesamt 50 solche Plug-ins unter anderem für spezielle Versionsverwaltungssysteme, diverse Frameworks oder auch eine Emulation des Vim-Editors.

QuickFixes helfen dabei, Fehler mit typischen Gegenmaßnahmen zu beseitigen. Wenn der Editor beispielsweise im Code einen Funktionsaufruf oder eine Variable findet, die nicht definiert sind, bietet er an, sie wahlweise global oder lokal zu erstellen. Quick Popups geben schnell hilfreiche Informationen zum Code am Cursor wie Dokumentation oder zu einer Funktionsdefinition passende Aufrufe. GoLand erkennt und markiert darüber hinaus rekursive Aufrufe und hebt zudem beim Drücken von Strg | Shift | F7 alle Codezeilen innerhalb einer Funktion hervor, die sie durch Rücksprung oder panic verlassen.


Über Quick Popups lassen sich unter anderem alle Aufrufe einer Funktion finden.

Über Quick Popups lassen sich unter anderem alle Aufrufe einer Funktion finden.

(Bild: JetBrains
)

Die IDE bietet einen Debugger mit den üblichen Funktionen wie Watches, Anzeigen von Inline Values und Berechnen von Ausdrücken. Darüber hinaus gibt es eine Ansicht, die einen Überblick über die Code-Abdeckung bietet, nachdem Entwickler den Befehl Run … with Coverage ausgeführt haben. Spezifische Werkzeuge für Go lasen sich direkt aus dem Untermenü Go | Go Tools ausführen.

Für die Frontend-Entwicklung bietet GoLand die JavaScript-Funktionen aus dem frisch erschienen WebStorm 2017.3. Für die Anbindung an relationale Datenbanken gibt es ein Tool, das unter anderem beim Schreiben von SQL-Abfragen hilft und ein Interface zum Bearbeiten von Schemas bietet. Über ein Plug-in lassen sich Docker-Container verwalten. Das Terminal integriert die Kommandozeile der jeweiligen Plattform wie Bash, PowerShell oder Far.

Weitere Details lassen sich der offiziellen Produktseite entnehmen. GoLand ist anders als IntelliJ IDEA nicht als kostenfreie Community-Variante, sondern nur kommerziell unter dem Abo-Modell verfügbar, das bei JetBrains seit 2015 für alle Entwicklungsumgebungen gilt.


(rme)