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IBM Watson Workspace Essentials für alle

Im Januar 2016 als Project Toscana angekündigt, ist Watson Workspace seit der Watson World im Oktober 2016 im Preview Status. Brauchte man bisher eine Einladung, so kann sich nun jedermann kostenlos anmelden.

Watson Workspace ist ein ambitioniertes Projekt, das nur langsam vorankommt. Die Konkurrenz, sei es Slack oder Microsoft Teams, ist längst weit enteilt. Dennoch glaubt IBM einen besonderen Vorteil ins Spiel bringen zu können: Die “kognitiven” Fähigkeiten von Watson.

Meldet man sich erstmals bei Watson Workspace Services an, so sieht man einen ziemlich rudimentären persistenten Chat. Der Anwender kann sogenannte Spaces anlegen und dort Mitstreiter einladen. Eine Rechteverwaltung gibt es noch nicht; jeder ist gleichberechtigt. Teilnehmer lassen sich mit @ adressieren, man kann Bilder oder Office-Dokumente anhängen und Links verschicken. Einmal abgeschickte Nachrichten lassen sich jedoch weder löschen noch editieren.

Alles, was man in Watson Workspace Essentials eingibt, wird von Watson analysiert und mit Tags versehen. Das kann man leicht überprüfen, in dem man in den Quellcode der Website schaut. Mittels seiner Sprachanalyse will Watson sogenannte Moments generieren, in denen ein zeitweilig abwesender Nutzer schnell auffassen kann, was passiert ist, seit er zum letzten mal dort war. Der Workspace lässt sich außerdem durch fremde Anwendungen erweitern. Er basiert auf den Watson Work Services, die sich auch unabhängig im Hintergrund eigener Anwendungen nutzen lassen.

Die Watson Workspace Essentials sind in der Cloud gehostet, aktuell noch auf Amazon Web Services und nicht in IBMs eigenen Rechenzentren. Das ist wohl der Tatsache geschuldet, dass die Entwicklertruppe sich besser mit AWS als mit IBMs Cloud-Lösungen auskennt. Bevor IBM Workspace den Unternehmenskunden erfolgreich anbieten kann, steht wohl noch ein Umzug ins Haus.


IBM Watson Workspace Essentials für alle

IBM Watson Workspace Essentials ist recht wählerisch. Nur Firefox und Chrome werden unterstützt.

Ausprobieren kann das nun jeder. Man geht mit seinem Browser auf workspace.ibm.com und meldet sich mit seiner IBM-ID an. Die gibt es kostenlos. Man sollte nicht mit zu hohen Erwartungen einsteigen, weil es Workspace Essentials zunächst nur in Englisch gibt und man mit einem leeren Workspace nur wenig anfangen kann. Watson kann erst wirken, wenn er Inhalte gesehen hat.

IBM hat mit Electron Clients für Android, iOS, macOS und Windows entwickelt. Als Browser werden nur Firefox und Chrome unterstützt. Die Standard-Browser Internet Explorer/Edge unter Windows und Safari unter macOS werden abgewiesen.


(vowe)