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Hyundai i30 N (2017): Alle Infos Hyundai setzt auf Performance

— 13.07.2017

Hyundai setzt auf Performance

Hyundai greift in der Kompaktsportler-Klasse an: Der i30 N kommt mit bis zu 275 PS, Handschaltung und Zwischengasautomatik. AUTO BILD hat alle Infos!

Nichts für Automatik-Fans: Den i30 N wird es nur als Handschalter geben.

Hyundai will nicht mehr nur vernünftig sein: Schon im Oktober 2017 kommt der i30 N – der Extra-Buchstabe weist darauf hin, dass die hauseigene Sportabteilung bei diesem i30 ihre Finger im Spiel hatte. Das sorgt für gleich zwei Premieren: Der Kompakte ist nicht nur das erste sportliche Modell von Hyundai, sondern auch das erste mit adaptivem Sportfahrwerk. Die Differenzialsperre, eine Klappenauspuffanlage und die Launch Control runden den sportlichen Anspruch des Autos technisch ab. Wichtiger für Performance-Fans ist natürlich die Leistung: Der Zweiliter-Turbobenziner bringt es auf bis zu 275 PS – in der Performance-Variante. Die Basis leistet immerhin 250 PS. Beide Versionen schicken die Kraft an die Vorderräder. Und: Den i30 N gibt es nur mit Sechsgangschaltung. Für schnelle Gangwechsel sorgt eine automatische Zwischengasfunktion. Optisch kennzeichnet Hyundai den i30 N nur dezent: N-Logo auf dem Kühlergrill, schmale rote Zierleiste an der schwarzen Frontlippe, Schweller und Seitenspiegel sind ebenfalls schwarz, die Scheinwerfer verdunkelt, die Bremssättel rot lackiert. Wirklich herausstechend ist allerdings das Heck, hier sitzt die auffällige dreieckige Bremsleuchte in der Mitte des Spoilers. Metalleinlagen und Sportsitze mit blauen Nähten sollen den Innenraum auf Sport trimmen. Dezent, wie gesagt, denn das Auto soll alltagstauglich bleiben. Die fünf Fahrmodi reichen von Eco bis N dem sportlichsten Programm, die Assistenzsysteme stammen aus dem regulären i30. Das soll reichen um die Konkurrenz, von Opel Astra OPC bis Renault Mégane RS, einzuschüchtern.

First Edition mit besonderer Ausstattung

Der Buchstabe N steht für Hyundais Test- und Forschungszentrum Namyang.

Die ersten 100 i30 N bietet Hyundai als First Edition mit besonderer Ausstattung an: In der Performance-Version mit 275 PS, lackiert in der Sonderfarbe “Performance Blue”. Er fährt mit einer Federbeinbrücke im Kofferraum vor, die herausnehmbar ist, wenn man mehr Platz benötigt. Die Sonderausstattung kommt zum Beispiel mit dem Top-Infotainment, Einparkhilfe vorne, Regensensor, Smart-Key-System, elektrischen Außenspiegeln, Umfeldbeleuchtung und Verkehrszeichenerkennung. Die ersten i30 N-Besitzer dürfen außerdem an Events wie einer Prototypen-Testfahrt oder einem Tracktest teilnehmen. Den Hyundai i30 N First Edition gibt es nur online vom 17. Juli bis 24. September 2017 für 30.900 Euro. Die Reservierungsgebühr von 1000 Euro wird auf den Preis angerechnet.

Differenzialsperre nur im Topmodell

Die beiden regulären Varianten des i30 N unterscheiden sich nicht nur bei der Leistung: Das Basismodell steht auf 18-Zoll-Rädern, die Performance-Variante bringt es auf 19 Zoll. Differenzialsperre und Sportabgasanlage mit variabler Klappensteuerung bekommt man ebenfalls nur mit dem Topmodell. Wer den Aufpreis für das Infotainment mit Navi zahlt, der erhält einen Achtzoll-Bildschirm und automatische Verkehrszeichenerkennung. Notbremsfunktion und Spurhalteassistent sich ab Werk an Bord, Müdigkeitswarmer und automatisches Fernlicht kosten extra.

i30 N hängt hungrig am Gas

Das Fahrwerk ist etwas straffer als beim normalen Hyundai i30 ausgelegt.

AUTO BILD ist den i30 N bereits als Erlkönig gefahren. Erst mal recht zahm startet der Korea-Sportler, die Soundklappen vor den Endtöpfen bleiben im Normal-Modus geschlossen, der Motor grummelt nur verhalten. Das Fahrwerk ist etwas straffer als beim normalen i30. Der zwei Liter große Turbobenziner hängt hungrig am Gas und quittiert das Zurückschalten mit einem kernigen Fauchen. Das Ganze lässt sich auch individuell justieren, und im N-Modus wird alles noch ein bisschen schärfer gestellt. Beeindruckend ist vor allem das ausgewogene Fahrwerk, das Hyundai auf der Nordschleife abgestimmt hat. Im besten Sinne neutral verhält sich der i30 N, selbst wenn es scharf ums Eck geht. Das Untersteuern hat man dem Koreaner nachhaltig ausgetrieben, das Heck bleibt ohnehin brav in der Spur. Böse Überraschungen sollen andere bieten, der i30 N will bei all dem sportlichen Getue ein treuer Geselle bleiben. Auf das ganz breite Drehmoment-Plateau hat man bei Hyundai bewusst verzichtet, das maximale Drehmoment liegt bei 353 Nm. Ab etwa 2500 Umdrehungen pro Minute bekommt der Turbobenziner richtig Kraft. Die sechs Gänge flutschen knackig durch, die Wege sind angenehm kurz.

Autoren: Markus Mechnich, Katharina Berndt