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Hurrikan Maria beschädigt Arecibo-Teleskop

Hurrikan Maria beschädigt Arecibo-Teleskop


Andrea Trinkwalder

Als Hurrikan Maria über Puerto Rico hinwegfegte, hat der Wirbelsturm auch das Radioteleskop Arecibo in Mitleidenschaft gezogen. Wie groß der Schaden tatsächlich ausfällt, ist allerdings noch unklar.

Das legendäre Radioteleskop des auf Puerto Rico beheimateten Arecibo-Observatoriums hat den Hurrikan Maria zwar überstanden, wurde aber doch stark beschädigt; das Wissenschaftler-Team vor Ort ist wohlauf. Dies berichteten Mitarbeiter der Station in einer ersten Kontaktaufnahme mit einem der Betreiber SRI International.

Der ebenfalls am Arecibo-Management beteiligten Universities Space Research Association zufolge sind die wesentlichen Konstruktionen des Teleskops intakt. Der Hauptspiegel mit 305 Metern Durchmesser habe aber Beschädigung durch herabfallende Teile abbekommen; ein kleinerer 12-Meter-Spiegel sei zerstört worden. Im Vorfeld des Sturms war befürchtet worden, dass zu starke Beschädigungen das Aus für das Observatorium bedeuten könnten.

Monumentale Film- und Fernsehkulisse

Der ursprüngliche Betreiber, die National Science Foundation, reduziert seit 2006 schrittweise ihren Beitrag zu den Betriebskosten des Arecibo-Teleskops. Zunehmende Konkurrenz bekommt das Observatorium von größeren und moderneren Bauten, etwa FAST in China und dem Square Kilometre Array in Australien und Südafrika. Berühmt wurde der monumentale Bau nicht nur durch seine Größe und Bedeutung für die Erforschung des Weltraums, sondern auch durch Gastspiele in Film und Fernsehen, etwa dem James-Bond-Film Goldeneye und der Fernsehserie Akte X.


(atr)