/Hot Chips: Thinci stellt Graphen-Prozessor für Machine Learning vor

Hot Chips: Thinci stellt Graphen-Prozessor für Machine Learning vor

Hot Chips: Thinci stellt Graphen-Prozessor für Machine Learning vor


Florian Müssig


Mehr als dieses wenig aussagekräftige Bild gibt es vom Thinci-Prozessor derzeit noch nicht zu sehen.

(Bild: Thinci)

Mit einem neuartigen Prozessor, der auf verschiedenste Arten parallel rechnet, möchte Thinci im Markt der Beschleunigerkarten mitmischen.

Der ehemalige Intel-Mitarbeiter Van Cook hat auf der Hot Chips einen so genannten Graphen-Stream-Prozessor seines fünf Jahre alten Stratups Thinci vorgestellt – zumindest ein bisschen jedenfalls. Der Prozessor soll auf Task-, Thread-, Daten- und Instruktionsebene parallel arbeiten können und sich damit als Beschleuniger für alle Arten von Machine Learning eignen.

Anders als ursprünglich angekündigt entlies Cook dann aber doch nur relativ wenige Details über den Chip in die Öffentlichkeit. So ist es Funktionseinheiten egal, ob sie mit 8-, 16- oder 32-bittigen Integer- beziehungsweise 32- oder 64-bittigen Fließkommawerten gefüttert werden (auf eine FP16-Unterstützung wurde jedoch verzichtet). Laut Cook laufen die Pipelines in der Regel mit rund 95 Prozent Auslastung, was ein extrem guter Werte wäre.

Der Chip soll im 28-nm-Verfahren bei TSMC vom Band laufen und zwei Betriebsmodi unterstützen, nämlich entweder als PCIe-Zusatzkarte oder als SoC mit integrierten ARM-Kernen als Hauptprozessor. Im SoC-Betrieb soll er Simulationen zufolge gerade einmal 2,5 Watt verbraten.

Trotz der dünnen Faktenlage scheint Thinci für Aufregung bei der etablierten Machine-Learning-Konkurrenz zu sorgen: In der an die Präsentation anschließenden Fragerunde haben gleich mehrere Nvidia-Mitarbeiter versucht, Cook weitere Details zu Spezialaspekten entlocken. Dieser blieb jedoch bei vagen Aussagen und kündigte lediglich an, wichtige Teilaspekte gelöst zu haben. Was an Thinci dran ist, müssen künftige detailliertere Veröffentlichungen zeigen – gesetzt den Fall, dass die Firma nicht kurzerhand von einem der großen Player übernommen wird.


(mue)