/Horst Seehofer rückt von Obergrenze für Flüchtlinge ab

Horst Seehofer rückt von Obergrenze für Flüchtlinge ab

CSU-Chef Horst Seehofer sieht eine Obergrenze für Flüchtlinge nicht mehr als Bedingung für eine Koalition nach der Bundestagswahl.
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CSU-Chef Horst Seehofer sieht eine Obergrenze für Flüchtlinge nicht mehr als Bedingung für eine Koalition nach der Bundestagswahl. “Die Situation hat sich verändert, der Kurs in Berlin hat sich verändert”, sagte der bayerische Ministerpräsident am Sonntag im Sommerinterview der ARD in Berlin.

Obergrenze für Flüchtlinge für Seehofer keine Koalitionsbedingung mehr

“Wir haben jetzt deutlich weniger Zuwanderung als zu dem Zeitpunkt, wo ich dieses Zitat gebracht hatte.” Die CSU werde bei einer möglichen Regierungsbildung nach der Bundestagswahl dafür sorgen, dass das Erreichte für die Zukunft gesichert werde. Seehofer hatte gesagt, er werde keinen Koalitionsvertrag ohne Obergrenze unterschreiben.

In ihrem eigenen Wahlprogramm für die Bundestagswahl, dem “Bayernplan”, fordert die CSU eine Obergrenze von 200000 neuen Flüchtlingen pro Jahr für Deutschland. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist dagegen, die Grünen haben eine Obergrenze explizit zum Ausschlusskriterium für eine Koalition nach der Bundestagswahl gemacht.#

CSU-Chef Horst Seehofer mit “politischer Existenz” der Obergrenze zufrieden

Dieses Jahr werde die Obergrenze wohl gar nicht erreicht, sagte Seehofer. Alleine “die politische Existenz” dieses Instruments habe die Situation verändert. “Damit bin ich zufrieden.” Es werde ein Regelwerk zur Bekämpfung von Fluchtursachen, Integration und der Begrenzung der Zuwanderung vereinbart werden.

Es gehe nun erst mal darum, eine Wahl zu gewinnen, sagte Seehofer. Die CSU werde garantieren, “dass die jetzt erreichte Situation auch in den nächsten Jahren erhalten wird, die niedrige Zuwanderung, und dass sich das Jahr 2015 sich nicht wiederholen wird”. Er habe schon oft erlebt, dass Vorschläge der CSU abgelehnt worden seien und dann doch im Koalitionsvertrag gelandet seien.

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sba/news.de/dpa