/Hohes Nutzerwachstum: Steam überholt Xbox Live

Hohes Nutzerwachstum: Steam überholt Xbox Live

Hohes Nutzerwachstum: Steam überholt Xbox Live


Martin Fischer

(Bild: Valve)

Der Online-Spieledienst Steam hat laut Valve mittlerweile mehr aktive Nutzer als Xbox Live. Aktuelle Zahlen stellte Valve auf der Casual-Connect-Konferenz in Seattle vor.

Der Online-Spieledienst Steam hat nach Angaben des Betreibers Valve 67 Millionen monatlich aktive Spieler. Dies geht aus einer Präsentation hervor, die Valve auf der Casual-Connect-Konferenz in Seattle hielt. Die Website Geekwire hat die Folien veröffentlicht.

Demnach hat Steam mehr aktive Spieler als die 53 Millionen, die Microsoft für Xbox Live im aktuellen Quartalsbericht ausweist. Jeden Tag seien auf Steam rund 33 Millionen aktive Spieler unterwegs. Die Anzahl aller Spieler, die Steam nutzen, ist wesentlich höher. Valve sprach bereits vor mehr als einem Jahr (25. April 2016) von 125 Millionen Steam-Nutzern.



Geekwire/Valve

Hohes Wachstum bei Steam.

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Bild: Geekwire/Valve



Weit mehr als 100 Millionen Nutzer

Die bisher höchste Zahl der pro Takt gleichzeitig aktiven Spieler beträgt laut Valve 14 Millionen. Im Jahr 2015 lag der Spitzenwert noch bei 8,4 Millionen. Seit Januar 2016 habe es außerdem 27 Millionen neue Erstkäufer gegeben.

Der Service wächst demnach stetig – und dadurch auch die Einnahmen. Denn von jedem Verkauf über Steam fließen 30 Prozent des Umsatzes zu Valve. Besonders die Einnahmen aus Asien sind über die Jahre kräftig gewachsen und machen mittlerweile 17 Prozent der Verkaufsumsätze im bisherigen Jahr 2017 aus. Besondere Umsatztreiber sind dabei die Länder Südkorea, China und Japan. Der Umsatz-Löwenanteil liegt immer noch bei Nordamerika mit 34 Prozent, dicht gefolgt von Westeuropa mit 29 Prozent. Russland ist für 5 Prozent der Umsätze verantwortlich, Australien (Ozeanien) steuert 4 Prozent bei, Lateinamerika 3 Prozent.

Steam gegen den Rest

Steam ist auf Windows-PCs, Mac und Linux erhältlich und bietet für die jeweiligen Plattformen eine unterschiedliche Zahl an Spielen an. Das mit Abstand größte Spieleangebot gibt es weiterhin für Windows-PCs, viele Hersteller veröffentlichen ihre Blockbuster mittlerweile über Steam. Auch für den Early-Access-Bereich, also bei den noch unfertigen Spielen, ist Steam die wichtigste Plattform. Einige Publisher betreiben eigene Dienste, die mit Steam konkurrieren. So veröffentlicht Electronic Arts Spiele wie Battlefield 1 auf Origin, Ubisoft setzt die Plattform uPlay zum Spielen seiner Titel wie Ghost Recon Wildlands voraus.


(mfi)