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Hilfe für Vielschreiber: Papyrus Autor 9 mit neuem Organizer

Papyrus Autor 9

Der neue “Organizer” dient als neue Schaltzentrale für Texte, Romane, Blog-Einträge.

(Bild: Papyrus)

Mit Papyrus Autor 9 schreiben Schriftsteller effektiver: Der neue “Organizer” hilft beim Aufbau einer Story und erleichtert große Umbauten. Beim Feinschliff helfen Korrektor und Stilanalyse – beide erhielten viele Verbesserungen.

Papyrus Autor für Windows und macOS ist eine Textverarbeitung speziell für Vielschreiber. Zahlreiche Zusatzfunktionen – die etwa Word fehlen – erleichtern Schriftstellern und Journalisten die Arbeit mit langen Texten. Nun ist Version 9 von Papyrus Autor erschienen, bei der sofort die überarbeitete Bedienoberfläche ins Auge springt: Sie hat eine Auffrischung erhalten, damit das Gesamtbild stimmiger und moderner wirkt. Aber: “keine Ribbons, kein völliges Umlernen”, beruhigen die Entwickler. Auch der “Zeitstrahl” bekam eine “intensive Überarbeitung”, damit Einsteiger besser mit dem Planungswerkzeug klarkommen. Der Zeitstrahl visualisiert den zeitlichen Ablauf einer Geschichte und hilft beim Aufbau einer Story.


Der Zeitstrahl: Wann passiert was?

Der Zeitstrahl: Wann passiert was?

(Bild: Papyrus)


Der neue “Organizer” von Papyrus Autor 9 dient als “Schaltzentrale” für Textstruktur, Planung, Umbau und Kontrolle. Er verschafft Autoren einen guten Überblick selbst über “epische Großwerke” und erleichtert kleine Eingriffe sowie große Umbauten. Der Organizer listet Kapitel und Szenen samt Zusammenfassung auf und ergänzt sie um hilfreiche Zusatzinformationen. Die Spalte “Figuren” etwa führt die handelnden sowie die erwähnten Charaktere auf. Im Organizer lassen sich außerdem neue Kapitel und Szenen in die Geschichte einfügen und verschieben. Schnell getippte Skizzen kann der Autor zunächst so markieren, dass sie kein Teil des öffentlichen Haupttextes sind. Der Organizer soll als “machtvolles Instrument” gut mit den anderen Planungswerkzeugen wie dem “Denkbrett” zusammenarbeiten.

Der eingebaute Duden-Korrektor erhielt ein Update und folgt nun der Reform von 2017. Der Korrektor erlernte zudem 500 neue Wörter, darunter “whatsappen” und “facebooken” – relevant für Autoren von moderner Jugendliteratur. Weggefallen sind “über 30 unsinnige Schreibvarianten der vorhergegangenen Reform”: Wandalismus ist nun nicht mehr erlaubt.

Verbessert wurde auch die Stilanalyse, die in diesem Satz die Passivkonstruktion bemängeln würde. Die Entwickler haben mehr als 100 neue Begriffe und Phrasen “handverlesen” hinzugefügt und die “Fehleinschätzungen verringert”. Viele neue Tipps erklären dem Autor, warum die Stilanalyse meckert. Weil Figuren in Romanen selten perfekt sprechen, lässt sich die Stilanalyse für wörtliche Rede gezielt abschalten.

Papyrus 9 verfügt über einen verbesserten E-Book- und PDF-Export. Wer seine Romane selbst verlegt, soll eine “möglichst perfekte Ausgabe fürs Selfpublishing” erhalten. Eine eingebaute Dokumentprüfung checkt etwa, ob alle Links funktionieren und die eingebundenen Bilder die richtige Auflösung haben. Beim E-Book achtet die Software auf eine “saubere Struktur”.

Papyrus Autor 9 kostet 179 Euro. Das Update von Version 8 gibt es für 69 Euro, das von Version 7 und darunter für 99 Euro. Im c’t-Test überzeugte Papyrus Autor als “Textprogramm mit viel Mehrwert”, das aber seinen Preis hat. Selbst sehr lange Dokumente konnten das Programm nicht aus dem Tritt bringen – Start- und Arbeitstempo blieben immer hoch. Über alle Neuerungen, Änderungen und Verbesserungen in Version 9 informiert das Papyrus-Team in einem PDF-Dokument. Einen ausführlichen Test der aktuellen Version lesen Sie demnächst in der c’t.

Siehe dazu bei heise Download Übersicht und User-Bewertungen:

(dbe)