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High-Speed-Transatlantikkabel von Microsoft und Facebook ist fertig

High-Speed-Transatlantikkabel von Microsoft und Facebook ist fertig


Andrea Trinkwalder

(Bild: Microsoft)

Microsoft und Facebook haben das Transatlantikkabel Marea zwischen dem US-Bundesstaat Virginia und Spanien fertiggestellt. Es soll die Ausfallsicherheit bei Naturkatastrophen erhöhen und Daten rasend schnell hin- und herschicken.

Die schnellsten Verkehrswege zwischen Europa und den USA verlaufen am Meeresboden und sind den Daten vorbehalten. Jetzt kommt ein neues High-Speed-Kabel dazu: Microsoft, Facebook und der spanische Telekommunikationsausrüster Telxius haben ihre Marea getaufte Verbindung zwischen dem US-amerikanischen Virginia Beach und dem spanischen Bilbao fertiggestellt. Sie soll 160 Terabit pro Sekunde über den Grund des Ozeans schicken – und damit die schnellste unter den bestehenden Leitungen zwischen den USA und Europa werden. Das Marea-Projekt wurde vor zwei Jahren gestartet, im August 2016 begannen die jetzt abgeschlossenen Konstruktionsarbeiten.

Hub für Nahen Osten und Afrika

Anfang 2018 soll das Kabel in Betrieb gehen. Von Spanien aus sollen die Daten in weitere europäische Länder verteilt werden. Außerdem soll Bilbao auch als Hub für Verbindungen in den Nahen Osten und zum afrikanischen Kontinent dienen.



Das Unterseekabel ist 6400 Kilometer lang, hier noch aufgewickelt an Bord des Schiffes.

Das Unterseekabel Marea ist 6600 Kilometer lang, hier noch aufgewickelt an Bord des Schiffes.

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Bild: Microsoft


Nicht nur Geschwindigkeit angesichts des rasant wachsenden Datenaufkommens, sondern auch Ausfallsicherheit waren der Grund für das gemeinsame Projekt: Nach Hurrican Sandy war die Verbindung zwischen den USA und Europa aufgrund von Unwetterschäden über mehrere Tage hinweg immer wieder unterbrochen, in der Folge entstanden mehrere Projekte, die unterschiediche Regionen miteinander verknüpfen sollten.



Microsoft

Es besteht aus acht Glasfaser-Strängen. Laut Microsoft können sie 71 Millionen HD-Streams gleichzeitig über den Ozean schicken.

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Bild: Microsoft


Zum ersten Mal nach über zwölf Jahren wurde im September 2015 mit dem Hibernia Express ein neues Transatlantik-Seekabel in Betrieb genommen. Anfang 2016 folgte Aqua Comms mit der America-Europe-Connect-Verbindung (AEConnect), bei der Microsoft bereits Leitungskapazität anmietet. Und Google und Facebook investieren seit 2016 gemeinsam in ein Pazifikkabel, das 120 Terabit pro Sekunde zwischen Los Angeles und Hongkong hin- und herschicken soll.


(atr)