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Kreativ-Festival: Maker Faire Hannover am kommenden Wochenende


Peter König

(Bild: Jan Wessel)

Ein bemanntes Stahl-Insekt, Blechspielzeuge in Übergröße, Schiffsmodelle aus 15.000 Streichhölzern und ein Live-Start in die Stratosphäre: Auch die fünfte Maker Faire Hannover vom 25. bis 27. August überrascht und inspiriert Selbermacher und DIY-Fans.

Wenn am kommenden Wochenende die fünfte Maker Faire Hannover im Congress Centrum (HCC) ihre Tore öffnet, um die Besucherinnen und Besucher in die bunte Welt des Selbermachens und Staunens zu locken, gibt es wieder einmal unzählige originelle Projekte, kreative Ideen und spannende Innovationen zu bestaunen: Zur Themenpalette gehören 3D-Druck, Roboterbau, Elektronik-Basteleien mit Mini-Computern, Wearables, Internet of Things, aber auch klassische Handarbeit und Handwerk.

Zu Lande …

Einer der Hingucker wird in diesem Jahr sicherlich der Laufroboter Mantis sein. Der Hexapod, konstruiert vom Briten Matt Denton, sieht aus wie ein gigantisches und bedrohliches Insekt aus einem Science-Fiction-Film und ist wirklich gefährlich (Dieselantrieb!). Aufgrund seiner ausgeklügelten Konstruktion und seines (verhältnismäßig) geringen Gewichts von 1,9 Tonnen bewegt er sich sehr geschmeidig auf seinen sechs Gelenkbeinen.

Selber an die Steuerknüppel dürfen Modellbau-Enthusiasten bei den Conrad Adrenalin-Tagen auf dem Freigelände der Maker Faire Hannover: Neben atemberaubenden Flug-Vorführungen und spektakulären RC-Car-Rennen werden auch Modelle geboten, die man selbst ausprobieren kann.

… zu Wasser …

Maker Faire

Maker Faire

Maker Faires sind Technik- und Kreativfestivals für die ganze Familie, die weltweit stattfinden. Dort kommen alle auf ihre Kosten, die gerne basteln, bauen, erfinden, experimentieren, tüfteln, handwerken und recyclen. Eine Maker Faire inspiriert zum kreativen und spielerischen Umgang mit Materialien und Technik und lädt zum Gespräch mit Gleichgesinnten ein. Vor allem dürfen die Besucherinnen und Besucher auch selbst mit anfassen und Sachen ausprobieren: bei zahlreichen Mitmach-Aktionen wie Experimenten, Workshops oder Kunstprojekten.

Auf die eher ruhige Art faszinieren die fast zwei Meter langen und bis zu 20 Kilo schweren Schiffsmodelle von Lothar Bunscheit, denn sie bestehen komplett aus Streichhölzern. Aus tausenden davon baut er maßstäbliche Fahrzeuge nach Vorbildern wie Feuerlöschbooten, Seenotrettungskreuzern, dem Forschungsschiff Meteor oder dem Kreuzfahrtriesen Aida blu. Für letztere leimte der Rentner aus Rhauderfehn über 15.000 der abgebrannten Hölzchen zu seinem Modell im Maßstab 1:200 zusammen, das es auf eine Länge von 1,27 Meter bringt. Das fertige Schiff versah er mit einem wasserdichten Anstrich aus Bootslack, baute eine Fernsteueranlage mit vielen Sonderfunktionen ein – denn so gut wie alle Produkte seiner Modell-Werft sind schwimmfähig, was sie auf dem Bassin auf dem Maker-Faire-Gelände unter Beweis stellen werden.

… und noch höher hinaus

Die Maker Faire stößt in diesem Jahr sogar bis in die Stratosphäre vor, vertreten durch Makey, unser rotes Roboter-Maskottchen: Im Anschluss an einen Vortrag von Marcel Dierig von Stratoflights (am Samstag um 12:20) beginnen die Vorbereitungen für einen realen Stratosphärenflug. Ab 13:30 Uhr kann man hinter den HCC-Hallen Zeuge des Vorbereitungen und des Starts eines Höhenballons werden, der – wenn alles glatt geht – etwa 20 Minuten später mit einem furchtlosen Plüsch-Makey an Bord bis zu 40.000 Meter hoch aufsteigt. Je nach Wetterlage kann man den Flug noch 15 bis 20 Minuten per Videofunk miterleben, bis die Verbindung abreißt. Das Stratoflights-Team verfolgt weiter den Flug, bis Makey wieder auf der Erde landet.

Workshops und Vorträge

Neben den 800 Makern an 170 Ständen, die ihre Projekte und Kreationen vorstellen, kann man bei über 30 verschiedenen Workshops und Mitmach-Angeboten selbst aktiv werden und neue Techniken lernen. Das Angebot reicht von Aktionen zum Löten lernen über Schmuck schmieden, Wolle spinnen, Handlettering, Siebdruck bis hin zum 3D-Design. Achtung: Für einige Workshops aus dem Programm ist vorab eine Anmeldung erforderlich, die Plätze sind begrenzt!

Daneben gibt es im Lauf der zwei Tage noch rund 40 Vorträge in drei Räumen, in denen Maker aus ihrer Praxis berichten und Einsteiger wie Fortgeschrittene neue Einblicke und praktische Tipps bekommen. Ein Highlight dabei wird voraussichtlich das Stelldichein vieler YouTube-Szene-Stars wie Laura Kampf, Giaco Whatever, Get Hands Dirty, The RedSmith zum Thema Making am Samstag und Sonntag um 13 Uhr sein.

Make vor Ort

Natürlich ist auch die Make-Redaktion in Hannover die ganze Zeit über in voller Zahl vor Ort. Besuchen Sie uns an unserem Stand 61 in der Eilenriedhalle, wo wir eine ganze Reihe von Projekten aus vielen Make-Ausgaben praktisch vorführen – unter anderem den MaXYposi – und gerne Ihre Anregungen und Kritik an unserer Arbeit hören. Wir haben dann nicht nur die druckfrische Make-Ausgabe 4/17 mit dabei, sondern verkaufen auch alle alten Ausgaben von Make und c’t Hacks, falls Sie Ihre Sammlung komplettieren wollen.

Ebenfalls im Angebot: Unsere frisch ins Programm aufgenommenen Bausätze und die Platinen für Heft-Projekte wie die Lötstation, Shootduino & Co. Wer selbst löten (lernen) will, kann an unseren Stand für drei Euro ein rotes Platinchen in Form unseres Maskottchens Makey mit zehn ansteuerbaren LEDs bestücken. Makey gibt es außerdem als Papp-Modell zum Ausschneiden und Zusammenkleben – gratis abzuholen an unseren Stand.

Freitag – Schülertag

Die Maker Faire Hannover beginnt bereits am Freitag, den 25. August, mit einem Schülertag von 9 bis 14 Uhr. Am Freitag ist das Festival noch nicht allgemein geöffnet, sondern nur für angemeldete Schulklassen und Lehrkräfte. Für die ist der Eintritt frei, aber nur nach vorheriger Anmeldung möglich, die vorab übers Netz, aber auch noch direkt am Freitag vor Ort erfolgen kann.

Am Samstag und Sonntag ist die Maker Faire Hannover dann für alle und jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Das Tagesticket (für alle ab 16 Jahren) kostet 15 Euro (ermäßigt 10 Euro), Kinder unter 6 Jahren bezahlen nichts. Das Familienticket für einen Tag berechtigt ein bis zwei Erwachsene sowie ein bis drei Kinder – aber insgesamt nur vier Personen – zum Eintritt und kostet 32 Euro. Wer an beiden Tagen kommen will, zahlt für eine Person 22,50 Euro (ermäßigt 15 Euro) und für ein Familienticket 48 Euro. Alle Tickets kann man vorab online kaufen.


(pek)