/Hate Speech bei Playerunknown’s Battlegrounds: Entwickler droht mit Perma-Bann

Hate Speech bei Playerunknown’s Battlegrounds: Entwickler droht mit Perma-Bann

Hate Speech bei Playerunknown’s Battlegrounds: Entwickler droht mit Perma-Bann


Martin Fischer

Playerunknown’s Battlegrounds

(Bild: heise online/mfi)

In der Ingame-Lobby werden Spieler oftmals mit rassistischen, hetzerischen Sprach-Kommentaren belästigt. Der Entwickler reagiert mit einem neuen Verhaltenskodex und droht mit dauerhafter Verbannung.

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Die Entwickler des derzeit erfolgreichsten Multiplayer-Actionspiels Playerunknown’s Battlegrounds stehen vor einem Problem: Rassistische, antisemitische, nationalsozialistische, sexistische und diskriminierende Formen von Audio-Kommentaren, wie sie kurz vor dem Beginn eines Spiels allzuoft in der offenen Insel-Lobby zu hören sind. Die Entwickler haben deshalb einen neuen Verhaltenskodex erstellt, in dem sie die Spieler bitten, andere fair und mit Respekt zu behandeln. Nutzern, die den Kodex nicht beachten, droht laut dem Entwickler eine zeitweise Sperre oder eine dauerhafte Verbannung.

Spieler können im Spielmenü die Sprachwiedergabe auf das eigene Team begrenzen, und somit zumindest in der Lobby bösartigen Audio-Kommentaren aus dem Weg gehen.



Die offene Spiel-Lobby ist voll von rassistischen Kommentaren.

In der offenen Spiel-Lobby sind häufig diskriminierende Kommentare zu hören.

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Bild: heise online



Verhaltenskodex verbietet Diskriminierung

Der Kodex verbietet jegliche Form der Diskriminierung, die sich gegen die Ethnie, Nationalität, Herkunft, Religion und das Geschlecht richtet. Außerdem solle man keine gewalttätigen Aussagen tätigen oder anderen Spielern mit Gewalt im echten Leben drohen. Verboten ist außerdem jegliche Art von Belästigung oder Stalking.

Spieler werden außerdem dazu angehalten, keine persönlichen Informationen preis zu geben – weder von sich selbst, noch von anderen – und sich nicht als eine andere Person auszugeben. Das Teilen des eigenen Accounts mit anderen Spielern ist verboten.

Verfolgen von Twitch/Youtube-Streamern unter Bannstrafe

Überdies sollen Spieler weder über Text noch Sprache spammen. Cheating ist streng verboten, weder dürfe man Programme Dritter nutzen, noch Spieldateien bearbeiten. Auch Websites, die entsprechende Tools anbieten, dürfen Spieler im Spiel nicht erwähnen. Das Töten von Team-Mitgliedern auf Duo- oder Squad-Servern ist seitens des Entwicklers ebenfalls verboten und soll direkt berichtet werden. Das bewusste Verfolgen und Entblößen von Streamern, etwa durch dauerhaftes Anhupen, steht laut Entwickler unter Bannstrafe.

Mehr als 6 Millionen Spieler

Playerunknown’s Battlegrounds ist das derzeit erfolgreichste Multiplayer-Actionspiel. Bisher haben bis zu 574.000 Spieler gleichzeitig auf Steam gespielt – getoppt wird dies nur noch von Dota 2. CounterStrike Global Offensive ist mittlerweile auf Platz 3. Verkauft wurde das Spiel allein über Steam mehr als 6,3 Millionen Mal.

Im Battle-Royale-Modus kämpfen auf einer 64 km² großen Insel insgesamt 100 Spieler gegeneinander – wer als letzter übrig bleibt, gewinnt. Zuvor müssen Spieler Ausrüstungsgegenstände und Waffen sammeln und aufpassen, in die jeweilige Spielzone zu gelangen – diese wird im Laufe der Zeit immer kleiner und erzwingt so den Konflikt, was die Zeit für eine Runde automatisch begrenzt.


(mfi)